Die Eskalation der Gewalt im Gazastreifen setzt sich fort: Laut Berichten der Hamas-geführten Gesundheitsbehörde sind bei nächtlichen israelischen Angriffen in Rafah, einem Gebiet im südlichen Teil der Enklave, 18 Menschen getötet worden. Die Unabhängigkeit der Informationen konnte zu diesem Zeitpunkt nicht überprüft werden. Die israelische Armee gab an, dass ihre Streitkräfte fortwährend in und um Rafah Präsenz zeigen. Über Nacht habe man, auf Grundlage von Geheimdiensterkenntnissen, genaue Aktionen gegen mutmaßliche Terrorziele durchgeführt, mit dem Vorsatz, zivile Schäden möglichst gering zu halten. Die Auseinandersetzungen zwischen den israelischen Einheiten und Terrorverdächtigen, so heißt es aus Militärkreisen, würden auch die Entdeckung von Tunnelzugängen, Waffenlagern und weiterer terroristischer Infrastrukturen umfassen. Die gewaltsamen Aktionen folgen auf ein Ereignis am Sonntagabend, bei dem ein israelischer Luftangriff in Rafah mindestens 45 Personen das Leben kostete; unter den Opfern fanden sich sowohl Frauen als auch Minderjährige. Der Vorfall, der international auf scharfe Kritik stieß, ist Teil eines anhaltenden Konflikts, der durch einen terroristischen Übergriff der Hamas am 7. Oktober seinen Ausgang nahm. Dieser hatte den Tod von über 1200 Menschen und eine Geiselnahme von mehr als 250 Menschen zur Folge. Laut Berichten der Gesundheitsbehörde sind im Rahmen der israelischen Offensive im Gazastreifen bislang insgesamt 36.096 Personen getötet und über 81.000 verletzt worden. Differenzierte Angaben bezüglich der Opfer zwischen Kämpfern und Zivilisten wurden dabei nicht gemacht.
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Neue Welle der Gewalt erschüttert Gaza: 18 Todesopfer bei nächtlichen Angriffen