26. Juli, 2026

Politik

Historischer Schuldspruch: Trump wegen Schweigegeldaffäre verurteilt

Historischer Schuldspruch: Trump wegen Schweigegeldaffäre verurteilt

Die kürzlich erfolgte Verurteilung von Donald Trump hat in den USA für reichlich Unruhe gesorgt. Der 77-jährige Ex-Präsident wurde in New York von einer Jury in allen 34 Anklagepunkten schuldig befunden, nachdem er Schweigegeld in Höhe von 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels gezahlt und diese Transaktion verschleiert haben soll. Dies stellt das erste Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten dar, dass ein ehemaliger Präsident strafrechtlich belangt wird. Für Trump könnten nun eine Geldstrafe oder sogar eine mehrjährige Haftstrafe drohen, deren Vollstreckung jedoch zur Bewährung ausgesetzt werden könnte. Aber weder das Urteil noch eine mögliche Gefängnisstrafe hindern Trump daran, sich erneut um das Präsidentenamt zu bewerben. Trump selbst nannte das Urteil eine "Schande" und kündigte Berufung an. Das Strafmaß, welches von Richter Juan Merchan am 11. Juli verkündet wird, steht noch aus. Dies fällt zeitlich nahe an den Parteitag der Republikaner in Milwaukee, wo Trump offiziell als Kandidat nominiert werden soll. Obwohl Trump bis zu vier Jahre Haft drohen, wird eher mit einer Bewährungsstrafe oder Geldstrafe gerechnet. Auch im unwahrscheinlichen Falle einer tatsächlich verhängten Haftstrafe, könnte Trump weiterhin Präsident werden, da er vermutlich bis zum Abschluss aller juristischen Schritte auf freiem Fuß bleiben wird. Besonders der Secret Service wäre bei einer Inhaftierung Trumps vor große Herausforderungen gestellt. Unmittelbar nach der Urteilsverkündung zeigte sich Trump kämpferisch. Unter Trumps Anhängern und prominenten Republikanern herrscht Empörung; viele sehen ihn als Opfer einer politischen Verfolgung. Sein Wahlkampfteam nutzt diese Stimmung, um Spenden zu generieren und erklärt: „Ich bin ein politischer Gefangener“. Allein innerhalb weniger Stunden nach dem Urteil sollen so 39 Millionen Dollar gesammelt worden sein. Wie stark dieses Urteil den ohnehin scharfen Wahlkampf beeinflusst, bleibt abzuwarten. Einer Umfrage zufolge wird die Verurteilung jedoch für eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler keinen Unterschied machen. Dies könnte insbesondere für die Gruppe der Unentschlossenen relevant sein, die eine Schlüsselrolle bei der Wahl spielt. Weitere juristische Herausforderungen stehen Trump bevor. Sowohl in Washington und Georgia in Bezug auf versuchte Wahlmanipulation als auch in Florida wegen geheimer Regierungsunterlagen müssen sich Trump und sein Team verteidigen. Es wird jedoch vermutet, dass vor der anstehenden Wahl keine weiteren Verurteilungen zu erwarten sind.