Vizepräsidentin Kamala Harris und ihr republikanischer Herausforderer Donald Trump haben neue Steuererleichterungen und Ausgabenpläne angekündigt, um Wähler zu gewinnen, indem sie den Amerikanern Erleichterungen ihrer finanziellen Belastungen versprechen. Die Diskussionen über die Auswirkungen ihrer Pläne dominieren die politische Bühne, während Budget-Forecaster Mühe haben, die regelmäßigen Anpassungen nachzuvollziehen. Die Prognosen variierten beträchtlich, wobei alle bisherigen Schätzungen zeigten, dass Trumps Agenda wesentlich mehr neue Staatsschulden anhäufen würde. Trump plant, alle 2017 von ihm durchgesetzten Steuersenkungen zu verlängern, Sozialversicherungs- und Trinkgelder von der Steuer auszunehmen und die Körperschaftsteuer weiter zu senken. Dies könnte die US-Defizite in den nächsten zehn Jahren um bis zu $6,6 Billionen erhöhen. Harris' Pläne beinhalten die Ausweitung des Kindersteuerabzugs, einen Steuerbonus von $6.000 für Neugeborene, einen Steuerabzug von $25.000 für Erstkäufer von Eigenheimen und die Steuerfreiheit für Trinkgelder. Diese Maßnahmen könnten die Defizite um bis zu $1,4 Billionen erhöhen oder im besten Fall um $400 Milliarden reduzieren, abhängig von den detaillierten Berechnungen der Budget-Forecaster. Besonders der Punkt der 2025 auslaufenden Steuersenkungen während Trumps Präsidentschaft unterscheidet die beiden: Trump will alle diese Senkungen permanent machen, was die Einnahmen in den kommenden zehn Jahren um $4 Billionen reduzieren würde. Harris hingegen plant, die Steuersenkungen nur für Einkommen unter $400.000 fortzuführen und dabei $2,5 Billionen hinzuzufügen, was Schätzungen zufolge zu einem bereits geplanten Ausgabenprogramm von $2 Billionen pro Jahrzehnt führt. Während Trump hauptsächlich auf ein durch Steuersenkungen angekurbeltes Wirtschaftswachstum setzt, um die Kosten seiner Pläne zu decken, plant Harris, fast $5 Billionen an Steuererhöhungen durchzusetzen, einschließlich der Besteuerung unrealisierten Vermögens und einer Anhebung der Körperschaftsteuer auf 28%. Unterökonomische Stimmen warnen vor der nachhaltigen Finanzierbarkeit der Pläne beider Kandidaten, wobei besonders Trumps Vorschläge, die unter anderem einen globalen Zoll von 10% beinhalten, als „finanziell unsolide“ und letztlich schädlich für die Sozialversicherung und Medicare angesehen werden. Im Spannungsfeld zwischen populistischen Steuerentlastungen und der Notwendigkeit fiskalischer Verantwortung bleibt abzuwarten, wie die Vorschläge der beiden Kandidaten die wirtschaftliche Zukunft der USA beeinflussen werden.
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Harris vs. Trump: Neue Steuerpläne vor Debatte auf dem Prüfstand