02. Juli, 2026

Märkte

Goldmärkte stagnieren – Investoren blicken auf US-Inflationsdaten

Goldmärkte stagnieren – Investoren blicken auf US-Inflationsdaten

Die Goldpreise verharrten zu Wochenbeginn auf einem stabilen Niveau, während Investoren gespannt auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten dieser Woche warten. Diese sollen Aufschluss darüber geben, in welchem Umfang die US-Notenbank die Zinssätze senken könnte.

Der Spot-Goldpreis blieb bei $2.497,25 pro Unze, während die US-Gold-Futures leicht um 0,1% auf $2.526,10 anstiegen. Im Fokus steht der Verbraucherpreisindex (CPI) für den August, der am Mittwoch veröffentlicht wird, gefolgt vom Erzeugerpreisindex (PPI) am Donnerstag.

Tim Waterer, Chefanlagestratege bei KCM Trade, betonte, dass Gold sich derzeit in unmittelbarer Nähe der $2.500-Marke bewege und die Marktteilnehmer auf die CPI-Daten am Mittwoch warteten. Sollte dieser Index unter den Erwartungen liegen, könnte dies eine positive Entwicklung für Gold bedeuten. „Unterstützungsniveaus im Bereich von $2.470-$2.480 haben bislang Abwärtsbewegungen begrenzt und sind somit ein wichtiger Bereich, den es im Auge zu behalten gilt“, erklärte Waterer.

Ein Umfeld niedriger Zinssätze fördert tendenziell die Attraktivität von renditelosen Edelmetallen wie Gold. Derzeit rechnen Fed Funds Futures-Händler mit einer 69-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer 25-Basispunkte-Senkung auf dem Fed-Treffen am 17.-18. September, während die Chance auf eine Senkung um 50 Basispunkte bei 31% liegt, so das CME FedWatch Tool.

Die am Freitag veröffentlichten Daten zeigten, dass die US-Beschäftigung im August weniger als erwartet anstieg. Ein Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,2% deutete jedoch darauf hin, dass der Arbeitsmarkt nicht stark genug belastet ist, um eine Zinssenkung um einen halben Punkt zu rechtfertigen.

Unterdessen verzichtete die chinesische Zentralbank im August zum vierten Mal in Folge auf den Kauf von Gold für ihre Reserven, wie offizielle Daten vom Samstag zeigten. Verbraucherpreise in China stiegen im August an, während die Erzeugerpreisinflation weiter nachließ, was Pekings Bemühungen zur Stimulierung der Binnenkonjunktur verdeutlichte.

Spot-Silber verzeichnete einen Anstieg von 0,3% auf $27,99 pro Unze, Platin stieg um 1% auf $930,75, und Palladium legte um 0,7% auf $916,90 zu.