04. Juli, 2026

Märkte

Globaler Marktüberblick: Volatile Zeiten mit zahlreichen Wirtschaftsdaten

Globaler Marktüberblick: Volatile Zeiten mit zahlreichen Wirtschaftsdaten

Zum Beginn des Monats herrschte aufgrund von Feiertagen in den Vereinigten Staaten und Kanada eine gedämpfte Stimmung an den Märkten, was zu einem Rückgang der Liquidität führte. Sowohl an der Wall Street als auch bei den europäischen Aktien-Futures waren nur geringe Bewegungen zu verzeichnen.

In Asien zeigten die August-Einkaufsmanagerindizes (PMIs) eine gemischte Bilanz: Der Caixin PMI in China stieg auf 50,4 und übertraf damit die Erwartungen von 50,0, stellte jedoch gleichzeitig den ersten Rückgang neuer Exportaufträge seit acht Monaten fest. Die chinesischen Aktien gaben dennoch nach, vor allem aufgrund von Verlusten im Immobiliensektor. Japans PMI verbesserte sich auf 49,8, und die Investitionen in Unternehmen nahmen im zweiten Quartal zu. Doch trotz dieser positiven Anzeichen wird weiterhin spekuliert, dass die Bank of Japan (BOJ) im Oktober von Zinsanhebungen absehen könnte.

In den USA wird ein besonderes Augenmerk auf den kommenden Arbeitsmarktbericht gelegt. Die Märkte erwarten, dass die Größe der Zinssenkung im September von den Payroll-Zahlen abhängig sein wird, nachdem der Fed-Vorsitzende Jerome Powell klargestellt hat, dass er keine weitere Schwäche auf dem Arbeitsmarkt sehen möchte. Prognosen für den Arbeitsmarktbericht variieren zwischen 100.000 und 208.000 neuen Arbeitsplätzen, bei einer Arbeitslosenquote zwischen 4,1 % und 4,4 %. Ein starkes Ergebnis würde möglicherweise die Chancen auf eine Zinssenkung um 50 Basispunkte erhöhen.

Neben dem Arbeitsmarktbericht stehen diese Woche weitere wichtige Veröffentlichungen an, darunter die ISM-Umfragen, JOLTS-Jobangebote und das Beige Book der Fed. Von der Bank of Canada wird am Mittwoch eine Zinssenkung erwartet, wobei der Markt die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 50 Basispunkte auf 22 % schätzt, angesichts von Anzeichen einer stagnierenden Wirtschaft im Juli.

Auch die Währungen blieben nicht unberührt. Der Euro erfuhr durch Erfolge rechtsextremer Parteien bei deutschen Landtagswahlen eine zusätzliche politische Unsicherheit, was ihn auf 1,1050 US-Dollar drückte, mit einer Unterstützung bei 1,0948 US-Dollar. Der Dollar gab leicht auf 146,00 Yen nach, nachdem er zuvor ein Hoch bei 146,60 Yen erreicht hatte.

Wichtige Entwicklungen, die die Märkte am Montag beeinflussen könnten, umfassen die S&P Global PMIs für Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die EU sowie eine Einführungsrede der EZB-Bankenaufseherin Claudia Buch vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments.