15. Juli, 2026

Politik

Frankreichs Militärunterstützung für die Ukraine: Ausbildung vor Ort in Planung

Frankreichs Militärunterstützung für die Ukraine: Ausbildung vor Ort in Planung

In einem jüngsten Austausch mit der Ukraine bekräftigt Frankreich sein Engagement, die militärische Hilfestellung zu vertiefen. Laut dem ukrainischen Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj plant Frankreich nun sogar den wichtigen Schritt, Militärausbilder in die Kriegsgebiete zu senden. Syrskyj gab über seine Facebook-Seite bekannt, Vorkehrungen für den Empfang französischer Ausbildungsexperten in den ukrainischen Schulungszentren getroffen zu haben. Eine offizielle Erklärung aus Paris bleibt allerdings bis auf den Moment aus.

Seit über zwei Jahren schon sieht sich die Ukraine einem russischen Angriff ausgesetzt und die Diskussion um westliche Militärhilfe, insbesondere durch Ausbilder, gewinnt an Intensität. Frankreich scheint jetzt bereit, in dieser Hinsicht aktiver zu werden, obwohl offizielle Ausbildungsmissionen bis dato nicht stattfanden.

Das französische Verteidigungsministerium betont, dass die Ausbildung in der Ukraine ein Thema sei, das Gegenstand regelmäßiger Gespräche ist. In einer Stellungnahme von gestern Abend hieß es, man wolle vor allem die Bedürfnisse der Ukraine genau verstehen. Das Ministerium verwies darauf, dass man bereits mehrfach die Möglichkeit einer Ausbildung auf ukrainischem Boden erwähnt habe.

Verteidigungsminister Sébastien Lecornu berichtete zudem von einem Telefonat mit dem ukrainischen Amtskollegen, in dem es um baldige Lieferungen von Caesar-Geschützen, Aster-Luftverteidigungsraketen, sowie Scalp-Langstreckenmarschflugkörpern ging – allesamt Waffen, die Frankreich der Ukraine bereits zugesagt hatte. Details zu zukünftigen Unterstützungspaketen blieben seitens Lecornu unausgesprochen.