28. Juli, 2026

Politik

Falschmeldung über Teilmobilmachung in Polen: Inlandsgeheimdienst untersucht russischen Cyberangriff

Falschmeldung über Teilmobilmachung in Polen: Inlandsgeheimdienst untersucht russischen Cyberangriff

Der polnische Inlandsgeheimdienst prüft derzeit intensiv, ob die staatliche Nachrichtenagentur PAP Opfer eines gezielten russischen Cyberangriffs geworden ist. Anlass der Untersuchung ist eine Falschmeldung, in der behauptet wurde, dass Regierungschef Donald Tusk eine Teilmobilmachung ab dem 1. Juli angeordnet habe. Laut der hoaxartigen Meldung sollten 200.000 Polen, darunter ehemalige Soldaten und Zivilisten, in die Ukraine entsandt werden.

Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski erklärte am Freitag in Warschau, dass alle Indizien auf eine Cyberattacke hindeuten, die von russischer Seite gesteuert worden sei. Diese Einschätzung unterstreicht die Gefahr und Zielsetzung solcher Angriffe, die die Destabilisierung europäischer Staaten anstreben, insbesondere im Kontext der bevorstehenden Europawahlen.

Regierungschef Donald Tusk verurteilte den Vorfall scharf. Auf der Plattform X betonte er, dass dieser gefährliche Hackerangriff exemplarisch für die russische Strategie der Destabilisierung stehe. Polen, das zu den wichtigsten militärischen Unterstützern der Ukraine zählt und als logistische Drehscheibe für westliche Hilfe fungiert, wird von Russland als Feind betrachtet. Diese aggressive Politik erhöht die Anfälligkeit des Landes für solche bösartigen Cyberattacken.

Regierungssprecher Jan Grabiec stellte umgehend klar, dass die Information über die angebliche Mobilisierung falsch sei und dass die Meldung nicht von PAP-Journalisten erstellt oder verbreitet wurde. PAP selbst distanzierte sich ebenfalls von der Falschmeldung und erklärte, dass diese nicht von der Agentur stamme.

Mit der Untersuchung dieses Vorfalls geht Polen einen entscheidenden Schritt in Richtung der Sicherung seiner digitalen Souveränität und Stabilität, insbesondere in Zeiten geopolitischer Spannungen.