06. Juli, 2026

Märkte

Euro-Kurs zeigt Stabilität – Spekulationen über US-Zinssenkungen beeinflussen Märkte

Euro-Kurs zeigt Stabilität – Spekulationen über US-Zinssenkungen beeinflussen Märkte

Der Euro-Kurs verharrte am Dienstag nahezu unverändert, nachdem zuvor deutliche Schwankungen zu beobachten waren. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1167 US-Dollar und damit nur minimal höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs auf 1,1162 Dollar fest, was ebenfalls nur eine geringe Veränderung gegenüber dem Vortag darstellt. Im Umkehrschluss kostete der Dollar 0,8958 Euro.

Diese relative Ruhe folgt auf intensive Handelstage, in denen insbesondere Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell für Bewegung sorgten. Powell signalisierte eine mögliche Zinssenkung im September, was den Dollar belastete und den Euro über die Marke von 1,12 Dollar hob – den höchsten Stand seit Juli 2023.

Auch Mary Daly, Präsidentin der regionalen Notenbank von San Francisco, spricht sich für Zinssenkungen aus, wenngleich das genaue Timing noch unbestimmt ist. Sie stuft eine Zinssenkung in einem "normalen Rhythmus" als angemessen ein, was Analysten als Hinweis auf eine Reduktion um 0,25 Prozentpunkte deuten.

Obwohl Konjunkturdaten keine neuen Impulse setzten, zeigte sich die Verbraucherstimmung in den USA im August verbessert. Der Indikator des Conference Board stieg den zweiten Monat in Folge und übertraf die Erwartungen.

Zusätzlich legte die EZB die Referenzkurse für den Euro fest: 0,84438 britische Pfund, 161,24 japanische Yen und 0,9440 Schweizer Franken. Eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag bei 2.515 Dollar gehandelt, etwa zwei Dollar weniger als am Vortag.