03. Juli, 2026

Märkte

Euro-Kurs setzt Aufwärtstrend fort – Warten auf US-Arbeitsmarktbericht

Euro-Kurs setzt Aufwärtstrend fort – Warten auf US-Arbeitsmarktbericht

Der Euro zeigt sich zum Ende der Woche von seiner starken Seite. Am Morgen lag der Kurs der Gemeinschaftswährung bei 1,1117 US-Dollar, leicht über dem Stand vom Vortag. Tags zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1097 Dollar festgesetzt. Damit konsolidiert sich der Euro oberhalb der wichtigen Marke von 1,11 US-Dollar.

Mit Spannung blicken die Märkte auf die Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichts der US-Regierung am Nachmittag, der Anpassungen in der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) signalisieren könnte. An den Finanzmärkten rechnen Experten im September mit einer Zinssenkung, allerdings ist noch unklar, wie groß dieser Schritt ausfallen wird.

Fachleute der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) warnen, dass die hohen Erwartungen an eine Zinssenkung gedämpft werden könnten, sollten die Arbeitsmarktdaten auf eine weiterhin robuste Lage hinweisen.

Die Prognosen für den Beschäftigungszuwachs liegen bei etwa 165.000 neuen Arbeitsplätzen. Commerzbank-Devisenexperte Volkmar Baur erklärt, dass eine deutlich geringere Zahl die Rezessionsängste in den USA erneut anfachen würde. Dies könnte die Wahrscheinlichkeit für eine gravierendere Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte erhöhen und folglich den US-Dollar belasten.

Am Devisenmarkt richten sich die Anleger aktuell primär nach Konjunkturdaten, um Informationen über die zukünftige Geldpolitik der Fed zu erhalten. Kürzliche US-Konjunkturdaten hatten den Dollar unter Druck gesetzt, nachdem die Privatwirtschaft im August die geringste Zahl neuer Stellen seit Anfang 2021 gemeldet hatte. Auch die Daten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP zeigten einen schwächeren Beschäftigungsaufbau als erwartet.