Die europäische Gemeinschaftswährung konnte am Mittwoch im US-Handel deutlich zulegen und notierte zuletzt bei 1,1074 US-Dollar. Diese positive Entwicklung ist maßgeblich durch schwache US-Konjunkturdaten bedingt. Der Referenzkurs wurde von der Europäischen Zentralbank auf 1,1050 Dollar festgesetzt. Für einen US-Dollar mussten somit 0,9049 Euro aufgewendet werden.
Den US-Dollar belasteten insbesondere schwache Zahlen vom Arbeitsmarkt. So fiel die Zahl der offenen Stellen im Juli auf den niedrigsten Wert seit Januar 2021, was auf eine Abkühlung des US-Arbeitsmarktes hindeutet. Ein schwächerer Arbeitsmarkt könnte den Lohndruck mindern und der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Kampf gegen die Inflation erleichtern.
Am Freitag wird der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung veröffentlicht. Bereits eine Reihe von Konjunkturdaten hatte zuletzt auf eine wirtschaftliche Abschwächung hingedeutet. Bei der bevorstehenden Zinsentscheidung der Federal Reserve in zwei Wochen wird allgemein die erste Zinssenkung seit Jahren erwartet. Das genaue Ausmaß dieser Maßnahme bleibt jedoch abhängig von der weiteren Entwicklung der Konjunkturdaten.