17. Juli, 2026

Politik

EU und Deutschland erweitern Unterstützung für Ukraine mit 75-Millionen-Euro-Projekt

EU und Deutschland erweitern Unterstützung für Ukraine mit 75-Millionen-Euro-Projekt

Die Europäische Union und Deutschland haben bei der internationalen Wiederaufbaukonferenz in Berlin angekündigt, die Finanzierung eines Projekts der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zur Unterstützung der Ukraine signifikant aufzustocken. Die Mittel werden um 30 Millionen Euro erhöht, sodass sich die Gesamtförderung nun auf 75 Millionen Euro beläuft. Deutschland wird seinen bisherigen Beitrag von 27 Millionen Euro um 12 Millionen Euro auf 39 Millionen Euro erweitern, während die EU-Kommission ihre Unterstützung um 18 Millionen Euro auf insgesamt 36 Millionen Euro aufstockt, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts bekannt gab.

Das betreffende Projekt ist Teil der Stabilisierungsplattform des deutschen Außenministeriums. Es zielt darauf ab, staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure in den am stärksten vom Krieg betroffenen Regionen der Ukraine gezielt zu unterstützen. Bisherige Maßnahmen der Initiative umfassten unter anderem die Ausstattung ukrainischer Minenräumer, um Städte und Dörfer von russischen Sprengkörpern zu befreien. Darüber hinaus fokussiert das Projekt den Schutz ukrainischer Atomkraftwerke sowie die Sicherstellung der Energieversorgung nach Angriffen auf Kraftwerke.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) werden die Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine gemeinsam in Berlin eröffnen. Bei dem Treffen, zu dem rund 2000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und internationalen Organisationen erwartet werden, steht die Vernetzung der relevanten Akteure im Vordergrund. Es handelt sich hierbei nicht um eine Geberkonferenz im klassischen Sinne, bei der Finanzmittel gesammelt werden, sondern um eine Plattform für den Austausch und die Koordination zukünftiger Wiederaufbaumaßnahmen.