03. Juli, 2026

Märkte

Entspannung an den US-Börsen trotz Arbeitsmarktsorgen

Entspannung an den US-Börsen trotz Arbeitsmarktsorgen

Nach einem schleppenden Start in den September zeigten sich die US-Börsen zur Wochenmitte stabil. Die wichtigsten Indizes verzeichneten kaum Veränderungen, doch bleibt die Stimmung unter den Anlegern nach wie vor angespannt. Neue Arbeitsmarktdaten hatten gezeigt, dass die Zahl der offenen Stellen im Juli auf den niedrigsten Stand seit Januar 2021 gefallen ist.

Analysten wie Chris Larkin von der Handelsplattform E-Trade, die zur Bank Morgan Stanley gehört, beobachten die Lage aufmerksam. „Die Märkte sind zwar nicht mehr so nervös wie noch vor einem Monat, aber die Anleger suchen weiterhin nach Bestätigungen, dass die Wirtschaft sich nicht zu stark abkühlt“, kommentierte er.

Am Dienstag hatte die Sorge vor einer schwächelnden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) zu einem Kurssturz im Technologiesektor geführt. Der Tech-Index Nasdaq 100 fiel daraufhin um 0,20 Prozent auf 18.921,40 Punkte. Am Vortag hatte er bereits einen Verlust von mehr als 3 Prozent erlitten. Der S&P 500 gab um 0,16 Prozent auf 5.520,07 Punkte nach, während der Dow Jones Industrial um 0,09 Prozent auf 40.974,97 Punkte zulegte.

Besondere Beachtung fand der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor, der erneut Bedenken über eine mögliche Konjunkturabkühlung in der US-Wirtschaft verstärkte. Der Index für den Dienstleistungssektor, der am Donnerstag veröffentlicht wird, könnte weitere Hinweise liefern, bevor am Freitag der Arbeitsmarktbericht erwartet wird.

Zu den großen Verlierern des Tages gehörten die Aktien von Nvidia, die mit einem Minus von 1,7 Prozent aus dem Handel gingen. Der Chiphersteller sieht sich vermehrt regulatorischen Herausforderungen gegenüber, da das US-Justizministerium Informationen von Nvidia und anderen Unternehmen eingefordert hat.

Auch Einzelwerte wie Dollar Tree und Zscaler gerieten unter Druck. Die Aktien des Discounters Dollar Tree fielen um über 22 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognosen nach unten korrigiert hatte. Zscaler, ein Anbieter von Sicherheitssoftware, verlor 18,7 Prozent an Wert, da seine Jahresprognose die Erwartungen nicht erfüllte. US Steel gab um 17,5 Prozent nach, da Präsident Biden Berichten zufolge eine geplante Übernahme durch Nippon Steel blockieren könnte.

Am Devisenmarkt profitierte der Euro von den schwachen US-Arbeitsmarktdaten und wurde zuletzt zu 1,1080 US-Dollar gehandelt. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank wurde auf 1,1050 Dollar festgesetzt. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Staatsanleihen stieg um 0,53 Prozent, bei gleichzeitig fallender Rendite von 3,76 Prozent.