05. Juli, 2026

Märkte

Endspurt im August: Aktienmärkte geben leicht nach, Immobiliensektor im Aufwind

Endspurt im August: Aktienmärkte geben leicht nach, Immobiliensektor im Aufwind

Den bedeutendsten europäischen Aktienmärkten mangelte es am Freitag zum Monatsende an Auftrieb. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, verzeichnete einen geringen Rückgang von 0,17 Prozent und schloss bei 4.957,98 Punkten.

Der oftmals als schwacher Börsenmonat verschriene August brachte in diesem Jahr erhebliche Schwankungen. Anfang des Monats lösten Rezessionsängste einen Kursrutsch aus, von dem sich die Indizes jedoch rasch erholen konnten. Die Aussicht auf mögliche Zinssenkungen trug dabei maßgeblich zur positiven Entwicklung bei. Seit seinem Tiefstand zu Beginn des Monats legte der EuroStoxx beeindruckende 11 Prozent zu, was in einer positiven Monatsbilanz von 1,7 Prozent resultiert.

Auch außerhalb der Eurozone zeigten sich gemischte Ergebnisse: Der britische FTSE 100 gab seine anfänglichen Gewinne ab und schloss minimal schwächer bei minus 0,04 Prozent auf 8.376,63 Punkten. Der schweizerische Leitindex SMI hingegen konnte leicht zulegen und verzeichnete ein Plus von 0,15 Prozent auf 12.436,59 Punkten.

Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar betonte die Rolle der Erwartungen an Zinssenkungen, die durch Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell in Jackson Hole wieder belebt wurden. Im Euroraum schwächte sich die Inflation im August deutlich ab und erreichte den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Dies öffne der Europäischen Zentralbank (EZB) im September Tür und Tor für Zinssenkungen, so Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank.

Vor diesem Hintergrund profitierten besonders zinssensible Immobilienwerte und Versorger. Iberdrola beispielsweise konnte um 0,6 Prozent zulegen. Der Immobiliensektor setzte seine Erholung fort, nachdem er in den Vorjahren stark unter den Zinserhöhungen gelitten hatte.

Im Ölsektor hingegen herrschte Katerstimmung: Eni und Totalenergies verzeichneten Verluste von bis zu 0,9 Prozent, was auch auf den deutlichen Rückgang der Ölpreise am Freitag zurückzuführen ist.