Am Dienstag lassen sich im Dax nach den jüngsten Rekorden kaum nennenswerte Bewegungen erkennen. Der X-Dax, ein außerbörslicher Indikator für den wichtigsten deutschen Aktienindex, signalisiert mit 18.925 Punkten ein leichtes Minus. Damit bleibt der Dax in unmittelbarer Nähe seines Höchststands von 18.970 Punkten vom Freitag. Auch der EuroStoxx 50, das Eurozonen-Gegenstück, wird voraussichtlich wenig verändert starten.
Der verhaltene Monatsbeginn für den Dax am Montag ist auf einen US-Feiertag zurückzuführen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie, der am Nachmittag veröffentlicht wird, gilt als wichtiger Stimmungs- und Frühindikator. Sollte dieser wie prognostiziert leicht ansteigen, wäre das ein Argument für die US-Notenbank Fed, die Zinsen nicht zu schnell zu senken.
Der monatliche US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag erwartet wird, könnte jedoch entscheidender für die künftige Geldpolitik der Fed sein, betonen Experten der Helaba. Nur eine massive Verschlechterung der Arbeitsmarktdaten - die nicht zu erwarten ist - könnte größere Zinssenkungen von bis zu 50 Basispunkten erforderlich machen.
Bei den Einzelwerten zeigt sich, dass die gut gelaufenen DHL-Aktien vorbörslich schwach notieren. Der Logistikkonzern wird am 23. September den Index Stoxx 50 verlassen müssen. Analysteneinschätzungen dürften in der kommenden Zeit weiteres Bewegungspotenzial bieten.
Barclays empfiehlt den Kauf der Deutsche Bank-Aktien. Analystin Flora Bocahut hebt dabei positive Fundamentaldaten, wachsendes Gewinnpotenzial, hohe Kapitalausschüttungen und eine mögliche steigende Bewertung als Gründe hervor. Die Deutsche Bank bietet angesichts bevorstehender Zinssenkungen einen attraktiven Geschäftsmix.
Das Analysehaus Jefferies hat die Papiere von Drägerwerk hochgestuft und spricht nun eine Halteempfehlung aus. Martin Comtesse von Jefferies verweist auf eine deutlich verbesserte Profitabilität des Medizintechnikunternehmens, das im Nebenwerte-Index SDax gelistet ist.
Demgegenüber hat Jefferies die Kaufempfehlung für Adesso gestrichen. Comtesse nennt als Gründe eine geringe Auslastung der Beschäftigten und das schwache Geschäft mit IT-Lösungen.