03. Juli, 2026

Märkte

Dax kämpft nach Verlusten um Stabilität

Dax kämpft nach Verlusten um Stabilität

Der deutsche Aktienindex Dax versucht sich nach zwei verlustreichen Tagen an einer Stabilisierung. Nach einem ruhigen Start und phasenweisen moderaten Gewinnen fiel der Index gegen Mittag wieder um 0,09 Prozent auf 18.575,08 Punkte. Auch der MDax der mittelgroßen Unternehmen zeigte ähnliche Anzeichen und verlor zuletzt 0,16 Prozent auf 25.255,24 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,4 Prozent.

Nach der Stabilisierung der New Yorker Börsen, die sich fortsetzen sollte, beruhigte sich auch die Lage an den asiatischen Handelsplätzen. Die Anleger zeigen sich jedoch weiterhin zurückhaltend im Vorfeld des wichtigen US-Arbeitsmarktberichts am Freitag. Dieser Bericht könnte Signale über die zukünftige US-Zinspolitik liefern. Ein übermäßig starker Arbeitsmarkt könnte nur langsame Zinssenkungen bedeuten, während ein schwacher Jobreport Konjunktursorgen schüren würde.

Bereits am Mittwoch gab es gemischte Signale zur US-Beschäftigungssituation, da die Zahl der offenen Stellen im Juli auf den niedrigsten Stand seit Januar 2021 gefallen war. Einen weiteren Vorgeschmack auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag bieten die an diesem Nachmittag erwarteten ADP-Daten aus der Privatwirtschaft sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Dazu kommen Stimmungsdaten aus dem einflussreichen Dienstleistungssektor. Enttäuschende Stimmungsdaten aus der US-Industrie hatten am Dienstag die jüngsten Verluste an den Aktienmärkten mitverursacht.

Positiv hervorzuheben sind die Aktien von Daimler Truck, die nach anfänglich deutlicheren Gewinnen ein Kursplus von 0,4 Prozent halten konnten. Überraschungen gab es mit der Ankündigung, dass Karin Radström ab dem 1. Oktober neue Chefin wird.

RWE-Aktien führten mit 3,6 Prozent die Gewinnerliste im Dax an. Die Aussicht auf Zinssenkungen durch die Notenbanken sowie ein positives Branchenumfeld beflügelten die Titel. UBS-Analyst Mark Freshney sieht für RWE ein Kursziel von 49 Euro und somit fast 50 Prozent Aufwärtspotenzial.

Auch die Aktien der Chemiekonzerne Lanxess und Wacker Chemie im MDax legten dank Hochstufungen um 3,2 respektive 2,3 Prozent zu. Morgan Stanley empfiehlt beide nun mit "Overweight". Analyst Thomas Wrigglesworth sieht bei Lanxess eine mögliche Portfolioverschlankung positiv und begrüßt bei Wacker die Aufgabe des unprofitablen chinesischen Solarmarkts.

Im Nebenwerte-Index SDax verlor der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland hingegen 1 Prozent. Die Privatbank Berenberg bekundete in einer Branchenstudie ihre Präferenz für den Konkurrenten Jost Werke.