05. Juli, 2026

Märkte

Dax gibt nach Rekordhoch leicht nach - Schleppender Start in den September erwartet

Dax gibt nach Rekordhoch leicht nach - Schleppender Start in den September erwartet

Der deutsche Leitindex Dax scheint nach seinem Rekordhoch am Donnerstag einen etwas schwächeren Start in den Freitagshandel zu verzeichnen. Der X-Dax indiziert rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein minimales Minus von 0,1 Prozent auf 18.888 Punkte. Am Vortag hatte der Dax mit 18.936 Punkten seinen bisherigen Höchststand aus dem Mai überschritten und sein Jahresplus auf beinahe 13 Prozent gesteigert. Trotz eines deutlichen Einbruchs zu Monatsbeginn weist der abgelaufene August eine positive Bilanz auf.

Trotz der erfreulichen Kursentwicklung bleibt die Skepsis unter den Anlegern hoch, wie Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erläutert. Er hebt insbesondere die weit unterdurchschnittlichen Handelsumsätze beim Erreichen des Rekords hervor und nennt auch kalendarische Gründe für die zurückhaltende Stimmung. "Die letzten vier September waren beim Dax negativ", so Altmann, der außerdem auf wiederholte Verlustserien in früheren Septembermonaten verweist.

Unter den Einzelwerten verdienen besonders die Aktien von Symrise Beachtung. Nach starken Kursgewinnen könnten die Papiere des Aromen- und Duftstoffherstellers durch eine Umsatz- und Gewinnwarnung des US-Kosmetikhändlers Ulta Beauty belastet werden. Ein ähnliches Risiko besteht für die Aktien von Beiersdorf.

Doch es gibt auch positive Impulse aus den USA: Der Bausoftwarespezialist Nemetschek könnte davon profitieren, dass der 3D-Softwareanbieter Autodesk seine Jahresziele angehoben hat. Nemetschek-Aktien stehen ohnehin nicht weit von ihrem Jahreshoch bei 98,20 Euro und könnten einen Chartausbruch erfahren.

Auf der anderen Seite könnte eine gestrichene Empfehlung der Investmentbank Barclays die Aktien von Hochtief belasten. Analyst Tom Zhang sieht die Bewertung nach der jüngsten Rally nun als angemessen an.