01. Juli, 2026

Politik

Biden fordert umfassende Rechenschaftspflicht von Israel nach Tod von Aktivistin

Biden fordert umfassende Rechenschaftspflicht von Israel nach Tod von Aktivistin

Die Tötung der amerikanischen Aktivistin Aysenur Eygi durch einen israelischen Soldaten bei einem Protest im Westjordanland hat eine tief empörte Reaktion von US-Präsident Joe Biden ausgelöst. In seiner ersten ausführlichen Stellungnahme zu dieser Tragödie erklärte Biden, dass das Geschehen „völlig inakzeptabel“ sei und forderte „volle Rechenschaftspflicht“ von Israel für diesen Vorfall.

Biden bekannte in seiner Stellungnahme am Mittwoch, er sei „empört und zutiefst betrübt“ über den Tod der Aktivistin und betonte, dass die Vereinigten Staaten „vollen Zugang“ zur ersten Untersuchung Israels hätten. Israelische Militärberichte deuten darauf hin, dass Eygi "unabsichtlich" getroffen wurde, was Biden als "eine tragische Folge einer unnötigen Eskalation" bezeichnete.

Zudem versicherte Biden, dass die USA in engem Kontakt mit israelischen und palästinensischen Behörden über die Umstände dieses Ereignisses bleiben werden. Es müsse volle Rechenschaftspflicht geben und Israel müsse Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass solche Vorfälle nie wieder stattfinden.

Die israelische Armee argumentierte, dass das Ziel der gewaltsamen Proteste eine „Schlüsselfigur“ gewesen sei, was von Augenzeugen jedoch bestritten wird. Diese sagten, die Zusammenstöße seien beendet gewesen, als Eygi getroffen wurde, und hätten an einem anderen Ort stattgefunden.

Biden ging in seiner Erklärung nicht auf diese widersprüchlichen Berichte ein, betonte jedoch, dass „Gewalt im Westjordanland schon zu lange andauert“, wobei er sowohl „gewalttätige extremistische israelische Siedler“ als auch „palästinensische Terroristen“ für die Eskalation verantwortlich machte.

Biden bekräftigte, dass er weiterhin politische Maßnahmen unterstützen werde, die alle Extremisten – sowohl auf israelischer als auch auf palästinensischer Seite – für die Anstiftung zur Gewalt und als Hindernisse für den Frieden zur Verantwortung ziehen.