Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag mehrheitlich von einer optimistischen Seite und setzen damit ein Zeichen für die Gesundung der globalen Wirtschaft und die anhaltende Stärke der Technologiebranche. Der japanische Nikkei 225 konnte um 0,5 % auf 38.566,40 Punkte zulegen, nachdem positive Wirtschaftsdaten aus der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt publik wurden. Die Industrieproduktion in Japan stieg im Juli um 2,8 % im Vergleich zum Vormonat, was einem deutlichen Rebound von einem Minus von 4,2 % im Juni entspricht. Trotz einer leichten Enttäuschung gegenüber den Markterwartungen signalisiert dies einen klaren Wachstumstrend. Der Arbeitslosenquote wuchs im Juli auf 2,7 %, gegenüber 2,5 % im Juni. In Tokio stiegen die Verbraucherpreise im August um 2,6 % im Jahresvergleich, nach 2,2 % im Juli, getrieben durch zunehmende Kosten für Lebensmittel und Energie. Dies dürfte die Aufmerksamkeit der Bank of Japan auf sich ziehen, die vermutlich später dieses Jahr oder Anfang nächsten Jahres die Zinsen anheben wird. Auch Australiens S&P/ASX 200 verzeichnete ein Plus von 0,3 % auf 8.071,90 Punkte. Der südkoreanische Kospi legte um 0,6 % auf 2.677,19 Punkte zu und Hongkongs Hang Seng sprang um 1,8 % auf 18.100,00 Punkte. Der Shanghai Composite stieg um 0,3 % auf 2.860,89 Punkte. An der Wall Street endete der Handel gemischt, nachdem einige Tech-Giganten am Donnerstag ihre Kursgewinne aus dem frühen Handel wieder abgeben mussten. Der S&P 500 beendete den Tag unverändert und hat nur 1,3 % Abstand zu seinem Rekordhoch aus dem Juli. Der Dow Jones Industrial Average konnte um 0,6 % zulegen und damit seinen dritten Rekord seit Montag verzeichnen. Dagegen fiel der technologieorientierte Nasdaq Composite um 0,2 %. Der Chip-Riese Nvidia war der größte Bremser an den Märkten, trotz beeindruckender Quartalsergebnisse. Die Aktie verlor 6,4 % an Wert, notiert aber dennoch im laufenden Jahr mit einem satten Plus von 138 %. Indes hob das US-Handelsministerium seine Einschätzung zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf 3 % an, nach vorher geschätzten 2,8 %. Dies unterstreicht die Resilienz der US-Wirtschaft trotz drückender Inflation und hoher Zinsen. Für Händler und Anleger war dies ein weiterer Monat positiver Wirtschaftsberichte. Starke Einzelhandelsumsätze, Beschäftigungszahlen und Verbrauchervertrauen trugen zu diesem positiven Bild bei. Die Veröffentlichung der persönlichen Konsumausgaben (PCE), dem bevorzugten Inflationsmaß der Federal Reserve, wird mit Spannung erwartet. Ein moderater weiterer Anstieg der Inflation dürfte die Zeichen für Zinssenkungen durch die Fed verstärken. Die Anleiherenditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen stiegen um 0,02 % auf 3,86 %. Unterdessen legte der US-Ölpreis leicht zu. Der Dollar schwächte sich gegenüber dem Yen ab, ebenso verlor der Euro leicht an Wert.
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Asien-Börsen zeigen eine hoffnungsvolle Erholung – Technologieaktien im Fokus