In den ersten Hochrechnungen zur Europawahl zeigt sich die AfD mit einem bemerkenswerten Aufschwung. Trotz zahlreicher negativer Schlagzeilen der vergangenen Wochen hat sich die Partei zur zweitstärksten Kraft in Deutschland entwickelt. Die Vorsitzende der AfD, Alice Weidel, äußerte ihre Zufriedenheit über die Wahlergebnisse und betonte den gelungenen Schlussspurt nach einem holprigen Start in den Wahlkampf.
Die Hochrechnungen zeigen, dass die AfD zwischen 16,1 und 16,4 Prozent der Stimmen erhalten hat. Zum Vergleich: Bei der Europawahl 2019 lag der Stimmenanteil der AfD bei rund elf Prozent.
Weidel hob hervor, dass die Partei besonders in Ostdeutschland deutliche Zugewinne verzeichnet hat und merkte an, dass die Wähler insgesamt europakritischer geworden seien.
Interessanterweise ließ Weidel die Spitzenkandidaten Maximilian Krah und Petr Bystron unerwähnt. Diese stehen seit Wochen wegen möglicher Verbindungen zu prorussischen Netzwerken im Fokus der Medien. Berichten zufolge prüfen die Staatsanwaltschaften mögliche Geldzahlungen im Zusammenhang mit beiden Politikern. Zudem wurde ein Mitarbeiter Krahs unter dem Verdacht der Spionage für China verhaftet.