27. Juli, 2026

Politik

AfD-Abgeordnete sortieren aus: Maximilian Krah scheitert an Aufnahme in EU-Delegation

AfD-Abgeordnete sortieren aus: Maximilian Krah scheitert an Aufnahme in EU-Delegation

Maximilian Krah, der prominente AfD-Politiker, wird entgegen vieler Erwartungen kein Mitglied der künftigen AfD-Delegation im Europäischen Parlament sein. Während ihrer konstituierenden Sitzung stimmten die neu gewählten Abgeordneten am Montag mehrheitlich gegen seine Aufnahme – eine Entscheidung, die Krah selbst öffentlich bekanntgab. Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig. Krah war in den Fokus der Medien geraten, nicht zuletzt durch seine mutmaßlichen Verbindungen zu prorussischen Netzwerken und China. Besonders belastend wirkten zudem umstrittene Äußerungen zur nationalsozialistischen SS, die wenige Tage vor der Europawahl ans Licht kamen und letztlich zur Ausgrenzung der AfD aus der rechten ID-Fraktion im Europaparlament führten. Am Morgen versammelten sich die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla mit den neugewählten Europaabgeordneten in Berlin, um die zukünftige Delegation der Partei zu formieren und eine Gruppenleitung zu bestimmen. Weidel zeigte sich vor Beginn der Besprechungen optimistisch und betonte die Bedeutung der Strukturierung der neuen Gruppe: „Ich denke mal, wir werden mit einem sehr guten Ergebnis hier gleich rausgehen.“ Welche spezifischen Rollen Maximilian Krah und Petr Bystron, der Zweitplatzierte auf der AfD-Liste, in diesen Strukturen einnehmen würden, ließ Weidel offen – dies werde die Delegation entscheiden. Chrupalla verwies diesbezüglich auf eine am Nachmittag geplante Pressekonferenz. In einer Beratungspause äußerte sich Krah gegenüber Journalisten zu seinen Gefühlen über eine mögliche Nichtaufnahme in die Delegation. Er würde dies als unfreundlich empfinden, versicherte jedoch zugleich, dass ihn dies nicht davon abhalten werde, weiterhin laut und erfolgreich für die Partei im Europäischen Parlament tätig zu sein. Besonders stolz zeigte er sich auf seinen Erfolg bei den jungen Wählern. Bei der Europawahl in Deutschland erzielte die AfD am Sonntag 15,9 Prozent der Stimmen und wird somit mit 15 Abgeordneten im neuen Parlament vertreten sein.