In der Welt der Immobilieninvestitionen gibt es einen mächtigen Steuertrick: den 1031 Exchange. Diese Methode erlaubt es Investoren, eine Immobilie zu verkaufen und eine neue zu erwerben, ohne dabei Kapitalertragsteuern zahlen zu müssen. Dies fördert den Vermögensaufbau, da der Gewinn direkt in die nächste Investition fließt. Der 1031 Exchange kann immer wieder genutzt werden, was ihn besonders lukrativ für langfristig orientierte Investoren macht.
Selbstverständlich erfordert der Umgang mit dem Internal Revenue Service (IRS) die Einhaltung vieler Regeln. Beispielsweise muss die neue Investition innerhalb von 180 Tagen nach dem Verkauf abgeschlossen sein und es muss sich dabei um eine gleichartige Immobilie handeln. Komplexe Fristen – wie eine 45-tägige Frist zur Bezeichnung der neuen Immobilie – machen diesen Prozess besonders anspruchsvoll. Darüber hinaus wird ein Mittelsmann benötigt, um den Abschluss zu erleichtern.
Eine interessante Alternative bietet der Delaware Statutory Trust (DST). DSTs sind speziell von Immobiliengesellschaften gebildete Trusts, die Gelder von Investoren bündeln und in Immobilienprojekte investieren. Diese passivere Form des Investierens gewinnt besonders bei älteren Investoren an Attraktivität. Gemäß einer Studie von Mountain Dell Consulting gab es 2023 62 DST-Sponsoren, was einem Anstieg von 53 im Vergleich zu 2022 entspricht. Das investierte Eigenkapital stieg zwischen 2021 und 2023 auf 21,6 Milliarden US-Dollar.
Die Online-Immobilienplattform RealtyMogul hat kürzlich ein Concierge-Programm für 1031 Exchange-geeignete Investmentoptionen in DST-Form vorgestellt. Das Programm umfasst multifunktionale Angebote von RealtyMoguls Schwestergesellschaft RM Communities. Steve Haskell, ein Experte für DST-Investitionen, wurde exklusiv zur Leitung dieses Programms eingestellt. Jilliene Helman, CEO von RealtyMogul, betonte, dass dieses Programm Investoren helfen wird, ihre persönlichen Immobilienportfolios zu optimieren und ihre 1031 Exchange-Ziele zu erreichen.
Da das Interesse an DSTs steigt, springen immer mehr Unternehmen auf den Zug auf, was den Trend unterstützt und besonders für Investoren attraktiv macht, die sich von der aktiven Vermögensverwaltung verabschieden möchten. Trotz politischer Versuche, den 1031 Exchange wegen seines erheblichen Vermögensaufbaupotenzials einzuschränken, bleibt diese Investitionsstrategie weiterhin bestehen und dürfte Investoren noch Jahre begleiten.