06. Juli, 2026

Politik

Washington kündigt umfassendes Hilfspaket für die Ukraine an

Washington kündigt umfassendes Hilfspaket für die Ukraine an

Zum Unabhängigkeitstag der Ukraine hat die US-Regierung ein substanzielles Unterstützungspaket zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungskräfte angekündigt. US-Präsident Joe Biden betonte, dass nahezu 400 Organisationen und Einzelpersonen, die Russlands Krieg gegen die Ukraine unterstützen, mit Sanktionen belegt werden. Zudem wird die Militärhilfe für Kiew weiter aufgestockt, um dem angegriffenen Land beizustehen.

Biden hob hervor, dass er in einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die "unerschütterliche Unterstützung Amerikas für das ukrainische Volk" bekräftigt habe. Ebenso unterstützte der britische Premierminister Keir Starmer die Ukraine und versprach dauerhafte Hilfe anlässlich ihres Nationalfeiertags.

In den letzten Monaten haben die USA kontinuierlich Militärhilfen geleistet, nachdem der US-Kongress im April knapp 61 Milliarden US-Dollar freigegeben hatte. Das jüngste Paket in Höhe von etwa 125 Millionen US-Dollar beinhaltet Munition für Himars-Mehrfachraketenwerfer, Artilleriegeschosse, Kleinwaffenmunition sowie Krankenwagen und medizinisches Zubehör.

Die neuen Sanktionen betreffen sowohl russische als auch internationale Institutionen und Einzelpersonen, die die russische Kriegswirtschaft unterstützen. Konsequenzen sind eingefrorene Vermögenswerte in den USA und erschwerte internationale Geschäftstätigkeiten für die Sanktionierten.

Selenskyj drängte am Freitagabend die westlichen Partner der Ukraine, versprochene militärische Unterstützung zügig zu liefern. „An der Front wird mit Granaten und Ausrüstung gekämpft, nicht mit Worten wie 'morgen' oder 'bald'“, mahnte er in einer Videoansprache.

Die ukrainischen Streitkräfte berichten von intensiven Kämpfen im Osten des Landes. Im Bereich von Pokrowsk im Donbass wehrten sie rund 20 Angriffe innerhalb weniger Stunden ab. Auch in der Umgebung von Torezk wurden mehrere russische Bodenangriffe zurückgeschlagen. Russische Kampfflugzeuge setzten Raketen gegen ukrainische Stellungen ein, mit dem Ziel, die Kontrolle über den Donbass zu erlangen.

Erfolge vermeldeten die ukrainischen Einheiten vor allem in der Region Charkiw, wo russische Truppen nach und nach zurückgedrängt werden. Selenskyj versicherte, dass die russische Armee "Charkiw nicht unterwerfen" und "die Ukraine nicht besiegen" werde.

Nach wiederholten ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in der südrussischen Region Rostow haben die örtlichen Behörden sämtliche öffentlichen Massenveranstaltungen im Freien untersagt. Gouverneur Wassili Golubjow erklärte, dass Veranstaltungen in geschlossenen Räumen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen weiterhin erlaubt sind.