09. Juli, 2026

Politik

Verbot des IZH: Späte Entscheidung und politischer Druck

Verbot des IZH: Späte Entscheidung und politischer Druck

Worauf, mag man sich unweigerlich fragen, haben die Sicherheitsbehörden tatsächlich gewartet? Bereits seit den 1950er-Jahren besteht das Islamische Zentrum Hamburg (IZH). Während es zu Beginn noch als unpolitischer Treffpunkt für Schiiten in Deutschland fungierte, entfaltete es schon vor über 30 Jahren eine weit problematischere Realität.

Antisemitische Hetze und die versteckte Unterstützung von Terrororganisationen wie der Hisbollah-Miliz standen auf der Tagesordnung. Angesichts dieses Hintergrunds erscheint die lange Zurückhaltung der Behörden schwer nachvollziehbar.

Es ist kaum anzunehmen, dass die Polizei nach jahrzehntelanger Beobachtung durch den Verfassungsschutz plötzlich neue Erkenntnisse offenbart hätte, die das Eingreifen jetzt rechtfertigen. Vielmehr scheint der politische Druck durch Innenministerin Nancy Faeser den Ausschlag für das letztlich sehr späte Einschreiten gegeben zu haben. Bei anderen extremistischen Vereinen ähnlicher Art wäre es ratsam, nicht erneut so lange zu zögern.