Die geplante Stationierung von US-Raketen auf deutschem Boden ist ein bedeutsamer Schritt und findet Zustimmung – trotz der von SPD- und CDU-Politikern geäußerten Kritik an der unzureichenden Kommunikation seitens des Bundeskanzlers. Zwar sind die Vorwürfe in Bezug auf Informationsmängel teilweise nachvollziehbar, doch herrscht in der Hauptfrage Einigkeit: Die Bedrohung durch Russland ist real und verlangt nach entschiedenen Gegenmaßnahmen.
Russland hat seine militärischen Kapazitäten, insbesondere durch die Stationierung von Raketen in Kaliningrad, auf ein bislang ungekanntes Niveau gehoben. Aus dieser geostrategischen Position heraus ist beispielsweise Berlin problemlos erreichbar, was die Dringlichkeit einer starken Antwort unterstreicht. Eine glaubhafte Abschreckung ist dabei von zentraler Bedeutung, um die Sicherheit Europas zu gewährleisten.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat es auf den Punkt gebracht: Im Umgang mit Wladimir Putin ist die Härte die einzige Sprache, die dieser versteht. Die geplante Stationierung der US-Raketen ist daher ein notwendiges Signal der Stärke und Entschlossenheit.