Das Thema Abtreibung polarisiert seit Jahrzehnten die amerikanische Wählerschaft. In einer post-Roe-Welt, in der der Zugang zu Abtreibungen in mehreren Bundesstaaten stark eingeschränkt oder bedroht ist, werden die Befürworter der Abtreibungsrechte immer energischer.
Zwar bleibt die Wirtschaft das Hauptthema für Wähler, doch laut Umfragen von New York Times/Siena College im Oktober besagen immer mehr Wähler aus Swing States, dass Abtreibung für ihre Entscheidung im Herbst zentral ist. Dies stellt einen Anstieg seit Mai dar, als Präsident Joe Biden noch der Präsidentschaftskandidat der Demokraten war. Mit deutlicher Mehrheit vertrauen die Wähler Vizepräsidentin Kamala Harris mehr als dem früheren Präsidenten Donald J. Trump im Umgang mit dem Thema Abtreibung.
Trump hat wiederholt seine Position zu diesem Thema verändert, obwohl er oberste Richter des Supreme Courts ernannte, die für die Aufhebung von Roe v. Wade, dem Urteil von 1973, das ein verfassungsmäßiges Recht auf Abtreibung feststellte, gestimmt haben.
Am Donnerstag deutete Trump sogar an, dass er eine Wahlmaßnahme in Florida unterstützen könnte, die Abtreibungsrechte ausweiten würde. Doch er und seine Kampagne ruderten schnell wieder zurück. Diese wechselhafte Haltung spiegelt möglicherweise die Hoffnung der Demokraten und die Besorgnis der Republikaner wider, dass die Gegenreaktion auf Abtreibungsbeschränkungen die Wähler an die Urnen treiben könnte.
Dies könnte besonders für Frauen der Fall sein – vor allem jetzt, da Kamala Harris an der Spitze des demokratischen Tickets steht.