04. Juli, 2026

Politik

Thüringer CDU bereit für Gespräche mit Bündnis Sahra Wagenknecht und SPD

Thüringer CDU bereit für Gespräche mit Bündnis Sahra Wagenknecht und SPD

Die Thüringer CDU hat grünes Licht für erste Gespräche mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht und der SPD erhalten. Christian Herrgott, Generalsekretär der Thüringer CDU, kündigte an, zusammen mit dem Landesparteichef Mario Voigt die Verhandlungen zu führen. Es handelt sich dabei jedoch weder um Koalitions- noch um Sondierungsgespräche. Der Beschluss des Landesvorstandes fiel einstimmig, was die Geschlossenheit innerhalb der Partei zeigt. Herrgott betonte, dass der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU weiterhin gültig ist. "Es ist klar: Wir werden nicht mit der AfD zusammenarbeiten. Das haben wir vor der Wahl gesagt und das gilt auch nach der Wahl. Gleiches gilt für eine Koalition mit der Linken," erklärte er. Diese Klarstellung deutet darauf hin, dass die CDU trotz der komplizierten Wahlergebnisse an ihren Prinzipien festhält. Friedrich Merz, der Bundesvorsitzende der CDU, hatte zuvor ebenfalls bestätigt, dass der Unvereinbarkeitsbeschluss zur AfD und zur Linken fortbesteht. Er stellte jedoch klar, dass es den Landesverbänden in Sachsen und Thüringen überlassen bleibt, wie sie damit umgehen. Die CDU erreichte bei der Landtagswahl den zweiten Platz hinter der AfD unter der Führung von Björn Höcke. Eine oft diskutierte Koalitionsmöglichkeit aus CDU, Bündnis Sahra Wagenknecht und SPD erreicht im neuen Landtag in Erfurt keine Mehrheit und kommt nur auf 44 Sitze. Ebenso verfügt die mögliche Opposition aus AfD und Linke über 44 Sitze – ein klares Patt. Auch Personalfragen standen auf der Agenda des Thüringer CDU-Landesvorstandes. Mario Voigt soll erneut für den Fraktionsvorsitz kandidieren, während der Abgeordnete Andreas Bühl für den Posten des Parlamentarischen Geschäftsführers vorgesehen ist.