04. Juli, 2026

Politik

Thüringens CDU und Linke: Wege zur Regierungsbildung nach schwieriger Wahl

Thüringens CDU und Linke: Wege zur Regierungsbildung nach schwieriger Wahl

Die Landeschefin der Thüringer Linken, Ulrike Grosse-Röthig, fordert die CDU auf, das schwierige Wahlergebnis in ein mehrheitsfähiges Regierungsmodell umzusetzen. Als zweitstärkste Partei nach der AfD sei es Aufgabe der CDU, die nötigen Voraussetzungen hierfür zu schaffen. Nach einer Vorstandssitzung in Erfurt unterstrich Grosse-Röthig, dass die CDU, die in Thüringen regieren will, ihr Verhältnis zur Linken überdenken und den Unvereinbarkeitsbeschluss hinterfragen sollte.

Bodo Ramelow, der amtierende Ministerpräsident der Linken, kündigte an, sein direkt gewonnenes Mandat anzutreten und die Interessen seiner Wähler im Landtag zu vertreten. Trotz eines schwachen Abschneidens seiner Partei bei der Landtagswahl am Sonntag konnte Ramelow in der Thüringer Landeshauptstadt einen persönlichen Wahlerfolg erzielen.

Ramelow stellte klar, dass er kein Amt anstrebe und die neue Fraktionsführung unterstützen wolle, betonte jedoch seine unerschütterliche Zugehörigkeit zur Linken. Spekulationen über einen möglichen Austritt aus seiner Partei wies er entschieden zurück. Bis zur Amtsübernahme einer neuen Regierung bleibt Ramelow im Amt.

Das diskutierte Koalitionsmodell zwischen CDU, BSW und SPD hat mit 44 Sitzen keine Mehrheit im Landtag, es fehlt ein Abgeordneter. Ramelow bot am Wahlabend seine Unterstützung bei der Regierungsbildung an, sofern dies von den anderen Parteien gewünscht werde. „Ich werde alles tun, damit es zu einer Mehrheitsregierung kommt“, versicherte er.