In einem aufsehenerregenden Kriminalfall in Utah ist die Mutter von drei Kindern, Kouri Richins, nun offiziell wegen Mordes an ihrem Ehemann angeklagt. Die 34-Jährige hatte im vergangenen Jahr ein Kinderbuch über den Umgang mit Trauer veröffentlicht, nachdem ihr Ehemann, Eric Richins, im März 2022 unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen war. Staatsanwälte behaupten, Frau Richins habe ihren Ehemann vergiftet, indem sie ihm eine tödliche Dosis Fentanyl in einen Cocktail mischte. Bereits einen Monat zuvor habe sie versucht, ihn mittels eines präparierten Sandwichs zu töten, so die Anklage. Das Motiv für die Tat soll laut den Ermittlern finanzieller Natur gewesen sein. Frau Richins hatte erhebliche Schulden und führte zudem eine Affäre. Neben dem Mordvorwurf muss sich Kouri Richins insgesamt zu 11 Anklagepunkten verantworten, darunter versuchter Mord, mehrere Fälle von Urkundenfälschung, das Verteilen von kontrollierten Substanzen sowie Hypotheken- und Versicherungsbetrug. Das Urteil des Richters, Frau Richins vor Gericht zu stellen, basiert auf einer Vielzahl von Indizien. Der Autopsiebericht zeigte, dass Herr Richins fünfmal die tödliche Dosis Fentanyl im System hatte. Zudem wurden auf einem von Frau Richins verwendeten Mobiltelefon Suchanfragen gefunden, die auf ihre möglichen kriminellen Absichten hinweisen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft begann Frau Richins bereits Anfang 2022, Fentanyl-Pillen von einer Haushälterin zu kaufen. Überraschend für viele ist, dass es bereits im Februar 2022 einen ersten Mordversuch gegeben haben soll: An Valentinstag habe sie ein mit Fentanyl versetztes Sandwich vorbereitet und ihrem Ehemann mit einer Notiz im Auto hinterlassen. Dieser überlebte nur knapp, nachdem er stark erkrankt war. Frau Richins finanzielle Situation verschärfte sich drastisch nach dem Tod ihres Ehemannes. Ohne sein Wissen hatte sie eine Hypothek über 250.000 US-Dollar auf sein Haus aufgenommen, die später zu erheblichen finanziellen Problemen führte. Ihre Schulden beliefen sich zum Zeitpunkt seines Todes auf mehr als 3,1 Millionen US-Dollar. Ihre Verteidiger betonen jedoch, dass die Anschuldigungen einer gründlichen Überprüfung nicht standhalten würden und sie zuversichtlich seien, dass eine Jury zu einem ähnlichen Schluss käme. Die Wohnverhältnisse des verstorbenen Herrn Richins und die komplizierten finanziellen Verstrickungen mit seiner Ehefrau werfen viele Fragen auf, die im anstehenden Prozess geklärt werden sollen.
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Skandal in Utah: Mutter wird des Mordes an Ehemann beschuldigt