Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bekräftigt, dass die Sicherheit der Schulkinder oberste Priorität genießt. In seiner abendlichen Videoansprache betonte er, dass der reguläre Schulbetrieb, sofern durch Schutzräume möglich, gewährleistet werden soll. Selenskyj wies die Regierung an, den Bau von Schutzräumen zu beschleunigen.
Auch die bevorstehende Herbst- und Wintersaison und die damit verbundene Energieversorgung stehen im Fokus. Selenskyj sprach von erheblichen Potenzialen für neue Energiequellen in den meisten Regionen. Gleichzeitig unterstrich er die Notwendigkeit, Energieanlagen vor den kontinuierlichen russischen Angriffen zu schützen, insbesondere auf die elektrische Infrastruktur, um die Versorgung während der kalten Monate sicherzustellen.
Selenskyj besuchte zudem die Verteidigungsanlagen an der Grenze zu Belarus, begleitet von hochrangigen Militärs. Er zeigte sich zuversichtlich und lobte die starke Verteidigungslinie und das Personal. Diese Bereiche sollen weiter verstärkt werden, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten. Belarus hat in Reaktion auf die ukrainischen Aktivitäten zusätzliche Truppen an die Grenze verlegt, diese jedoch kürzlich wieder abgezogen.
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR reklamiert einen Angriff auf einen russischen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Murmansk. Zwei Tupolew Tu-22M-Bomber seien schwer beschädigt worden. Vermutlich kam es zu einem Drohnenangriff. Detaillierte Angaben über den Angriff wurden erst später bekannt, Reparaturen werden vermutlich Monate dauern.
Das ukrainische Militär meldete ferner schwere Kämpfe im Osten des Landes in der Region um Kurachowe. Russische Angriffe mit Unterstützung durch Panzer und Schützenpanzer wurden laut Berichten erfolgreich abgewehrt, wobei erhebliche Verluste auf russischer Seite verzeichnet wurden.
Infolge der militärischen Kooperation zwischen Moskau und Pjöngjang wurden erste nordkoreanische Schützenpanzer an der Front gesichtet, die mit dem Panzerabwehrraketen-System Bulsae 4 ausgerüstet sind.
Am späten Abend wurde in Kiew und anderen Städten Luftalarm ausgelöst. Die Warnungen auf Telegram bezogen sich auf Einflüge sogenannter Kamikazedrohnen und möglichen Raketenangriffe.