Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Luftwaffenkommandeur Mykola Oleschtschuk von seinen Pflichten entbunden. Obwohl offiziell keine Gründe genannt wurden, deutet vieles darauf hin, dass dieser Schritt mit dem Verlust eines F-16-Kampfjets und dessen Piloten in Zusammenhang steht. Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte einen entsprechenden Erlass. Vergangenen Donnerstag bestätigte der Generalstab, dass eine der wenigen vorhandenen F-16-Maschinen während eines russischen Luftangriffs am Montag abstürzte. Es wurde über einen Absturz berichtet, wobei ukrainische Abgeordnete und Aktivisten auch die Möglichkeit eines versehentlichen Abschusses durch eigene Luftabwehr in Betracht zogen. "Ich habe mich entschlossen, den Kommandeur der Luftwaffe der Ukraine zu entlassen", erklärte Selenskyj in einer abendlichen Videoansprache. Er bedankte sich bei den Angehörigen der Luftwaffe für ihre erbrachten Leistungen und betonte, dass es nun an der Zeit sei, stärker zu werden und die Integrität der Truppen zu wahren. Oleschtschuk wehrte sich am Freitag auf Telegram gegen Zweifel an der offiziellen Version des Absturzes, die von einer Abgeordneten geäußert wurden. Er warf ihr vor, russische Propaganda zu fördern und drohte, sie vor Gericht zu bringen. Der Verlust des Kampfjets werde in Zusammenarbeit mit den USA aufgeklärt. Oleschtschuk leitete die ukrainische Luftwaffe seit 2021. Ein Nachfolger wurde bislang nicht benannt.
Politik
Selenskyj entlässt Luftwaffenkommandeur Oleschtschuk