Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat klar gefordert, dass CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt die Initiative zur Regierungsbildung ergreifen sollte. Im Gespräch mit dem ARD betonte Ramelow: „Der im demokratischen Spektrum, der die meisten Stimmen hat, der muss die Gespräche beginnen.“ Ramelow sicherte allen Beteiligten Unterstützung zu, um eine demokratische Mehrheit im Parlament zu erreichen.
Obwohl die CDU in Prognosen und Hochrechnungen hinter der AfD landete, die in Thüringen als rechtsextremistisch eingestuft wird, liegt die Verantwortung zur Regierungsbildung nun bei Voigt. Ramelow machte ebenfalls deutlich, dass die Landtagswahl ausgewertet werden muss, um notwendige Konsequenzen zu ziehen. Trotz des schlechten Abschneidens seiner Partei hob der Linke-Spitzenkandidat hervor, dass die Wahlbeteiligung die höchste in der Geschichte Thüringens war.
Die Landtagswahl in Thüringen hat somit nicht nur neue politische Konstellationen hervorgebracht, sondern auch eine Basis für intensive Diskussionen und umfassende Analysen gelegt. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die unterschiedlichen Parteien zusammenfinden und welche Schritte zur Regierungsbildung unternommen werden.