BSW-Chefin Sahra Wagenknecht betont die Bedeutung persönlicher Gespräche bei Koalitionsverhandlungen in Thüringen und Sachsen. Trotz der lokalen Ausgestaltung der Verhandlungen, hält sie direkte Gespräche für unverzichtbar. Übereinstimmungen bei Themen wie Bildung und innere Sicherheit sieht sie insbesondere mit der CDU.
Wagenknecht legt großen Wert darauf, dass keine Sparmaßnahmen auf Kosten sozialer Dienste durchgesetzt werden und drängt darauf, Maßnahmen zur spürbaren Verbesserung der Lebensbedingungen der Bürger umzusetzen. 'Die Menschen müssen wieder das Gefühl bekommen, dass sich die Regierung um sie kümmert', betonte sie in diesem Zusammenhang.
Des Weiteren bekräftigte sie ihre Position bezüglich des Ukraine-Konflikts und der Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland. Sie erwartet eine klare Haltung der Landesregierungen und des Ministerpräsidenten zu diesen Themen. Hier zeigt sich jedoch die CDU skeptisch.
Nach der erfolgreichen Landtagswahl und dem Erreichen eines zweistelligen Ergebnisses in beiden Bundesländern, ist die BSW nun drittstärkste Kraft. Die CDU könnte in Erfurt und Dresden mit den Unterstützern des Bündnisses ihre Regierungskoalitionen schmieden. Dabei machte BSW-Generalsekretär Christian Leye unmissverständlich klar: 'Wenn es sein muss, sind wir bereit, Verantwortung zu übernehmen.'