Die politische Lage in Sachsen bleibt spannend. Ministerpräsident Michael Kretschmer von der CDU zeigt sich optimistisch, auch die kommende Landesregierung anführen zu können. "Es muss die sächsische Union sein. Wir sind hier in Sachsen, wir lassen uns nicht reinreden. Wir gehen unseren eigenen sächsischen Weg", erklärte der CDU-Politiker nach seiner Stimmabgabe in Dresden.
Petra Köpping, Spitzenkandidatin der SPD, äußerte sich weniger selbstsicher. Bei der Stimmabgabe gestand sie ein "mulmiges Gefühl" und betonte, dass die Entscheidung nun bei den Wählern liege. Die derzeitige Sozialministerin erinnerte an die erfolgreiche Koalition mit der CDU in der Vergangenheit und hofft auf eine erneute stabile Regierungsbildung.
Währenddessen blieb Jörg Urban, Spitzenkandidat der AfD, zurückhaltend und gab keinen Zeitpunkt für seine Stimmabgabe bekannt.
Die Wahllokale in Sachsen haben seit 8.00 Uhr geöffnet und rund 3,3 Millionen Wahlberechtigte haben bis 18.00 Uhr Zeit, ihre Stimme abzugeben. Der Wahlkampf war von einem erbitterten Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen AfD und CDU geprägt. Zudem hat sich das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in den Umfragen als drittstärkste Kraft etabliert, mit Zustimmungswerten von bis zu 15 Prozent.
Die Parteien SPD, Linke und Grüne müssen derweil um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Bei der letzten Landtagswahl erreichte die CDU 32,1 Prozent der Zweitstimmen, dicht gefolgt von der AfD mit 27,5 Prozent. Ministerpräsident Kretschmer regiert derzeit in einer Koalition mit Grünen und SPD.