Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat bekanntgegeben, dass der erste Teil ihres Vergeltungsschlags für die Tötung eines hochrangigen Militärkommandeurs vorläufig abgeschlossen ist. "Unser Militäreinsatz für heute ist beendet", so die Mitteilung der vom Iran unterstützten Miliz. Sämtliche Raketen seien plangemäß auf ausgewählte israelische Ziele abgefeuert worden.
Insgesamt seien laut Angaben der schiitischen Gruppe mehr als 320 Katjuscha-Raketen auf israelische Militärbasen abgefeuert worden, wenngleich diese Zahlen zunächst nicht unabhängig bestätigt werden konnten. Israelische Medien berichteten von 200 Raketen und etwa 20 Drohnen, die aus dem Libanon auf Israel gestartet und größtenteils abgefangen wurden.
Die Hisbollah kündigte zudem eine bevorstehende Rede ihres Generalsekretärs Hassan Nasrallah an. Nasrallah wolle dabei auch auf Israels Behauptung eingehen, eine Hisbollah-Attacke im Libanon mit eigenen militärischen Maßnahmen vereitelt zu haben.
Zeitgleich erklärte Israel, das Militär habe in einem "Akt der Selbstverteidigung" und mit dem Einsatz von rund 100 Kampfflugzeugen zahlreiche Ziele im Süden des Libanons angegriffen.
Den Berichten des libanesischen Gesundheitsministeriums zufolge haben die Angriffe drei Menschenleben gefordert. In den vergangenen Monaten forderte der beiderseitige Beschuss durch die Hisbollah und Israel zudem etliche zivile Opfer auf beiden Seiten der Grenze.