Die bisherige Koalition aus CDU, Grünen und SPD hat im sächsischen Landtag ihre Mehrheit eingebüßt, wie aus der Mandatsverteilung des Landeswahlleiters hervorgeht. Laut dem vorläufigen Ergebnis der Landtagswahl verfügen die drei Parteien zusammen nun über 57 von 120 Mandaten. Damit steht Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vor neuen politischen Herausforderungen.
Die CDU hat bei dieser Wahl mit 42 Sitzen ihre Position als stärkste Kraft verteidigt, musste jedoch einen kleinen Verlust hinnehmen (2019: 45). Die AfD schafft es auf 41 Sitze, nachdem sie zuvor 38 Mandate innehatte.
Eine bemerkenswerte Neuerung ist der Einzug des erstmals angetretenen Bündnisses Sahra Wagenknecht mit 15 Mandaten. Die SPD konnte 9 Abgeordnete stellen, nachdem sie 2019 noch 10 Sitze hatte.
Dabei ist auch Die Linke im neuen Landtag vertreten, jedoch in reduzierter Stärke von 6 Abgeordneten (vorher 14). Die Grünen entsenden ebenfalls 6 Abgeordnete, ein Rückgang von ihrer früheren Stärke von 10 Sitzen. Die Freien Wähler gehen mit einem einzigen Abgeordneten ins Rennen: Matthias Berger sicherte sich das Direktmandat im Landkreis Leipzig Land 3.