09. Juli, 2026

Politik

Israels Militärschlag in Beirut: Libanons Premierminister verurteilt „offensichtliche Aggression“

Israels Militärschlag in Beirut: Libanons Premierminister verurteilt „offensichtliche Aggression“

Die Spannungen in der israelisch-libanesischen Grenzregion eskalieren weiter. Der geschäftsführende Ministerpräsident des Libanon, Nadschib Mikati, hat den jüngsten israelischen Angriff auf einen Vorort der Hauptstadt Beirut scharf kritisiert und als "offensichtliche israelische Aggression" verurteilt. In einem Statement an die staatliche Nachrichtenagentur NNA bezeichnete Mikati den Angriff als "kriminelle Tat", die in eine Reihe aggressiver Handlungen einzuordnen sei, welche immer wieder Zivilisten das Leben kosten.

"Die israelische Tötungsmaschinerie" habe ihrer destruktiven Mission, libanesische Gebiete im Süden und in der Bekaa-Region zu attackieren, noch kein Ende gesetzt, so Mikati weiter. Nach Angaben des israelischen Militärs zielte der Angriff auf einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah. Ob das Ziel tatsächlich getroffen wurde und der hochrangige Hisbollah-Kommandeur getötet wurde, stand zunächst nicht fest.

Der Angriff erfolgte kurz nachdem bei einem Raketenangriff in Madschdal Schams, einer drusischen Ortschaft auf den von Israel annektierten Golanhöhen, mindestens zwölf Kinder und Jugendliche getötet wurden. Die israelische Regierung machte die Hisbollah für diesen Angriff verantwortlich und kündigte Vergeltung an. Die schiitische Miliz wies jedoch jegliche Schuld von sich.

Seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges nehmen die Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und militanten Gruppierungen wie der Hisbollah in der Grenzregion stetig zu. Sowohl auf israelischer als auch auf libanesischer Seite sind dabei immer wieder Zivilisten die Leidtragenden.