05. Juli, 2026

Politik

Israelische Armee stürmt Moschee im Westjordanland: Eskalation der Gewalt

Israelische Armee stürmt Moschee im Westjordanland: Eskalation der Gewalt

Die israelischen Streitkräfte haben am Donnerstag eine Moschee im besetzten Westjordanland gestürmt, die ihrer Aussage nach zur Lagerung von Waffen genutzt wurde. In den daraus resultierenden Gefechten kamen mindestens fünf Palästinenser ums Leben, darunter ein junger militärischer Kommandeur, den Israel für Angriffe auf israelische Zivilisten verantwortlich macht.

Dieser Vorfall markiert den zweiten Tag in Folge, an dem Israel eine groß angelegte Militäroffensive im nördlichen Westjordanland durchführt. Dabei konzentrieren sich die Einsätze vor allem auf die Städte Tulkarm und Dschinin und beinhalten Kolonnen von gepanzerten Fahrzeugen, Flotten von Drohnen und Hundertschaften von Soldaten. Es sind die größten militärischen Aktionen Israels im Westjordanland seit über einem Jahr.

Unter den Gefallenen war Muhammad Jaber, der örtliche Anführer der militanten Gruppe Palästinensischer Islamischer Dschihad, der in einem Feuergefecht in Tulkarm ums Leben kam. Palästinensischer Islamischer Dschihad bestätigte seinen Tod. Laut US-Außenministerium erhält diese Organisation sowie ihr Verbündeter Hamas finanzielle Unterstützung, Waffen und Ausbildung aus dem Iran.

Die Razzia im Westjordanland stellt eine Eskalation an einer dritten Front für Israel dar, zusätzlich zum Krieg mit der Hamas im Gazastreifen und den verstärkten Luftangriffen über die nördliche Grenze zu Libanon gegen die militante Gruppe Hisbollah, die ebenfalls von Iran unterstützt wird.

Die offizielle Nachrichtenagentur der Palästinensischen Autonomiebehörde, Wafa, berichtete, dass insgesamt 17 Menschen bei den am Mittwoch bei Tagesanbruch beginnenden Razzien im Westjordanland getötet wurden, ohne zu spezifizieren, ob unter ihnen auch Militante waren. Die israelische Armee hingegen gab bekannt, dass 16 Militante im gesamten Westjordanland getötet wurden.