05. Juli, 2026

Politik

Hochrangige Gespräche: Jake Sullivan trifft Xi Jinping und chinesischen Militärführer

Hochrangige Gespräche: Jake Sullivan trifft Xi Jinping und chinesischen Militärführer

Das Weiße Haus meldet, dass der nationale Sicherheitsberater, Jake Sullivan, am Donnerstag Chinas Staatschef Xi Jinping traf und seltene Gespräche mit einem führenden chinesischen Militärangehörigen führte. Diese Treffen verdeutlichen, dass die beiden Länder trotz Spannungen im Südchinesischen Meer und um Taiwan auf hoher Ebene kommunizieren.

Sullivan traf General Zhang Youxia, Vizevorsitzender der Zentralen Militärkommission Chinas, in einem ersten Zusammentreffen dieser Art seit Jahren. Diese Kommission überwacht die chinesischen Streitkräfte und wird von Xi Jinping geleitet. Zuletzt fand ein ähnliches Treffen 2018 statt, als der damalige US-Verteidigungsminister Jim Mattis auf General Xu Qiliang, den damaligen Vizevorsitzenden der Kommission, traf.

Die USA argumentieren, dass eine offenere Kommunikation notwendig sei, um Unfälle zwischen den Kriegsflugzeugen und Marineschiffen beider Länder zu verhindern. Diese patrouillieren regelmäßig in umstrittenen Gebieten wie der Taiwanstraße und dem Südchinesischen Meer.

„Ein Treffen mit Zhang Youxia ist von großer Bedeutung und zeigt, dass China bereit ist, sich wieder erheblich mit dem Verteidigungsministerium auseinanderzusetzen“, sagte Drew Thompson, Senior Research Fellow an der Lee Kuan Yew School of Public Policy der National University of Singapore. China sehe die militärischen Beziehungen als wichtigen politischen Indikator für die Gesamtbeziehung, während die USA diese eher als pragmatischen Kanal zur Risikoreduktion betrachten.

Sullivans Gespräche mit General Zhang fanden am Hauptsitz der Volksbefreiungsarmee Chinas statt und markierten den Abschluss seines dreitägigen Besuchs in Peking. Dieser Besuch soll die Bemühungen der Biden-Regierung untermauern, den Wettbewerb mit China zu managen.

Die beiden Länder befinden sich in einem globalen Einflusswettstreit und die Spannungen haben sich über verschiedene Themen verschärft. Dazu zählen Chinas territoriale Ansprüche im Südchinesischen Meer, seine implizite Unterstützung für Russlands Krieg in der Ukraine und die Überflutung globaler Märkte mit chinesischen Elektrofahrzeugen und Solarmodulen.