Die politische Lage in Venezuela bleibt weiterhin angespannt. Nach der umstrittenen Präsidentenwahl verweigert die Opposition dem amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro die Anerkennung und fordert seinen Rücktritt. Trotz der demonstrativen Loyalität des Militärs, das Maduro uneingeschränkte Unterstützung zusagt, wächst der Widerstand in der Bevölkerung. Tausende Regierungsgegner versammelten sich in der Hauptstadt Caracas und machten ihrem Unmut über das angeblich manipulierte Wahlergebnis lautstark Luft. Die Anhänger des Oppositionskandidaten Edmundo González Urrutia skandierten „Wir haben keine Angst“ und forderten eine friedliche Machtübergabe. Tragischerweise wurden durch die Protestwelle mindestens elf Menschen getötet, hunderte weitere festgenommen. Die Streitkräfte bekräftigten unterdessen ihre bedingungslose Unterstützung für Präsident Maduro und signalisierten, dass sie zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Land notfalls 'schlagkräftig' vorgehen würden. Verteidigungsminister Vladimir Padrino López warnte vor einem von 'faschistischen Kräften' und dem 'US-Imperialismus' initiierten Staatsstreich. Oppositionsführerin María Corina Machado forderte Transparenz und betonte, dass die wahren Wahlergebnisse eindeutig seien. Sie verhandelt lediglich über eine friedliche Machtübergabe und dankte Costa Rica für das angebotene Asyl, welches sie vorerst ablehnte, um ihren Kampf weiterzuführen. Internationale Stimmen, darunter US-Präsident Joe Biden und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, verlangen die Veröffentlichung der detaillierten Wahlergebnisse. Die Organisation Amerikanischer Staaten erkannte Maduros Wiederwahl nicht an und setzte eine Dringlichkeitssitzung zur Lage in Venezuela an. Maduro kündigte eine umfassende Sicherheitsoperation an, während UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk die Regierung aufforderte, das Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu respektieren. Inmitten einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise, die mehr als 80 Prozent der Bevölkerung unter die Armutsgrenze gedrängt hat, bleibt die Situation angespannt. Über sieben Millionen Menschen haben das Land aufgrund von Armut und Gewalt bereits verlassen.
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Hochbrisante Präsidentenwahl: Maduro und das Militär gegen die Demonstrationswelle