09. Juli, 2026

Politik

Harris sorgt für Spendenrekord – Trump heizt Wahlkampf an

Harris sorgt für Spendenrekord – Trump heizt Wahlkampf an

Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist nach dem Rückzug von Joe Biden in eine neue Phase eingetreten. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris konnte mit ihrem Team binnen einer Woche beeindruckende 200 Millionen Dollar an Spenden sammeln. Diesen bemerkenswerten Erfolg bezeichnete Harris' Team als "rekordverdächtig". Interessanterweise stammt ein Großteil dieser Mittel von Erstspendern, was auf eine breite Unterstützung in der Parteibasis hinweist.

Joe Biden hatte unmittelbar nach seinem Rückzug Harris als seine Nachfolgerin vorgeschlagen. Die 59-Jährige muss jetzt noch offiziell von den Demokraten nominiert werden. Ihr gelang es jedoch bereits, wichtige Unterstützer hinter sich zu versammeln. Am Samstag absolvierte sie ihre erste Spendengala, die sich als äußerst effektiv erwies.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump reagierte prompt und verschärfte seine Angriffe auf Harris. Bei einer Kundgebung in Minnesota bezeichnete er sie als "Versagerin auf allen Ebenen" und prognostizierte, dass ein Wahlsieg von Harris "vier weitere Jahre des Extremismus, der Schwäche und des Chaos" bedeute. Besonders kritisierte er ihre Einwanderungspolitik und stellte ihre Eignung für das Präsidentenamt infrage.

Trump sorgte zudem für Empörung mit einer Äußerung bei einer Veranstaltung in Florida. Dort rief er konservative Christen auf, nur dieses eine Mal wählen zu gehen und deutete an, dass bei einer Wiederwahl von ihm künftig keine Wahlen mehr nötig seien. Diese Aussage wertete Harris' Team als Hinweis darauf, dass Trump die Demokratie abschaffen wolle.

Seit einem Attentat vor gut zwei Wochen verzichtet Trump aus Sicherheitsgründen auf Kundgebungen im Freien, was er jedoch ändern möchte. Auf seiner Online-Plattform Truth Social verkündete er, dass er wieder im Freien Wahlkampf führen werde. Der Secret Service habe zugesagt, seinen Schutz erheblich zu verstärken. Ein weiterer Auftritt ist in Butler, Pennsylvania geplant, dem Ort des letzten Angriffs, jedoch sind Details zum Zeitpunkt noch unbekannt.

Die Ereignisse in Butler, bei denen ein Schütze ein Attentat auf Trump verübt hatte, liegen erst zwei Wochen zurück. Der Angreifer wurde getötet, ein Besucher starb und zwei weitere Personen wurden verletzt. Trump selbst erlitt eine Verletzung am rechten Ohr.