Großbritannien hat der Ukraine seine Unterstützung zugesagt, eigenmächtig über den Einsatz westlicher Waffen gegen russisches Territorium zu entscheiden. Laut Außenminister David Lammy, der sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur äußerte, ist es essenziell, dass die Ukraine selbst über ihre militärischen Maßnahmen bestimmt. Diese Aussage fiel am Rande des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft, zu dem knapp 50 Staats- und Regierungschefs in der englischen Grafschaft Oxfordshire zusammengekommen waren.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine prägte auch diesmal die Tagesordnung des Gipfels erheblich. Während mehrere westliche Staaten, darunter Deutschland, der Ukraine Beschränkungen für die Nutzung ihrer Waffen auferlegt haben, um eine Eskalation zu vermeiden, fordert der ukrainische Präsident eine Aufhebung dieser restriktiven Maßnahmen. Beim jüngsten Nato-Gipfel in Washington untermauerte er diese Forderung eindringlich. Das Anliegen wurde von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) jedoch vehement abgelehnt, da keine Änderungen an den bestehenden Richtlinien vorgesehen seien.
Der britische Premierminister Keir Starmer positionierte sich hingegen differenziert: Solange es sich um defensive Maßnahmen handele, läge es in der Zuständigkeit der Ukraine, über den konkreten Einsatz zu entscheiden. Diese Haltung unterstreicht Großbritanniens Bestreben, der Ukraine größtmögliche Handlungsfreiheit zu gewähren und gleichzeitig die Unterstützung des Westens zu bekunden.