04. Juli, 2026

Politik

Gewalt bei West Indian American Day Parade in Brooklyn: Fünf Verletzte durch Schüsse

Gewalt bei West Indian American Day Parade in Brooklyn: Fünf Verletzte durch Schüsse

Die jährliche West Indian American Day Parade in Brooklyn, ein farbenfrohes und gut besuchtes Fest der karibischen Gemeinschaft New Yorks, wurde am Montag kurzzeitig von einem Gewaltvorfall unterbrochen. Fünf Personen wurden entlang der Paradestrecke durch Schüsse verletzt. Mindestens eine der verletzten Personen befindet sich in kritischem Zustand, während die übrigen vier voraussichtlich genesen werden, wie die örtliche Polizei mitteilte.

Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr in der Nähe der 307 Eastern Parkway im Crown Heights Viertel und wirft ein Schlaglicht auf die Schattenseite des beliebten Festes. Laut John Chell, dem Patrouillenchef des New York Police Department, handelte es sich bei dem Vorfall um einen gezielten Angriff. Der Schütze, ein Mann in seinen Zwanzigern, war bis zum Montagnachmittag noch flüchtig.

In den letzten Jahren kam es bei der Parade immer wieder zu Vorfällen dieser Art, doch davon ließ sich die Veranstaltung keineswegs entgleisen. Kurz nach den Schüssen setzten die Teilnehmer ihre Feierlichkeiten bei strahlendem Sonnenschein fort, begleitet von beschwingter Musik, farbenfrohen Outfits und dekorativen Festwagen.

Adrianalee Watson, 15 Jahre alt, berichtete, dass sie gemeinsam mit ihrer Mutter Armbänder verkaufte, als die Schüsse fielen. Beide flüchteten in ein nahegelegenes Gebäude, um in Sicherheit zu gelangen. Watson erzählte, dass sie auch im letzten Jahr schon Schüsse während der Parade gehört hatte. Nachdem die Krankenwagen die Verletzten abtransportiert hatten, kehrte sie an ihren Verkaufsstand auf dem Eastern Parkway zurück und setzte ihr Geschäft fort.

„Es ist eine spaßige Erfahrung, auch wenn es immer wieder Menschen gibt, die den Spaß verderben,” sagte sie. „Man muss einfach vorsichtig sein, einen sicheren Ort haben und auf seine Umgebung achten.”