Die Friedensgespräche im Gaza-Konflikt stehen vor einer ernsten Zerreißprobe: Der Tod von Hamas-Führer Ismail Hanija hat zu erheblichen Spannungen innerhalb der Verhandlungen geführt. Katars Ministerpräsident, Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, drückte auf der Plattform X seine tiefen Vorbehalte gegenüber der Fortsetzung der Gespräche aus. 'Wie kann man erfolgreich vermitteln, wenn eine Partei den Vermittler auf der anderen Seite ermordet?', schrieb er und betonte, Frieden brauche 'ernsthafte Partner und eine globale Haltung gegen die Missachtung menschlichen Lebens'. Der Tod Hanijas wirft einen umfassenden Schatten auf die ohnehin schleppenden Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen und den Austausch von Geiseln gegen Gefangene. Seit Monaten finden diese Gespräche unter Vermittlung von Katar, Ägypten und den USA statt, zuletzt waren die Verhandlungen am Sonntag in Rom fortgesetzt worden. Mit der Ermordung des Hamas-Führers steht jetzt jedoch in den Sternen, ob diese Gespräche überhaupt fortgeführt werden können. Der Wille zur Diplomatie steht auf dem Prüfstand, und die beteiligten Parteien müssen nun überlegen, wie sie aus dieser vertrackten Situation herauskommen können.
Politik
Friedensverhandlungen im Gaza-Konflikt in der Krise