10. Juli, 2026

Politik

Finanzminister Lindner prognostiziert beträchtliche Haushaltslücke für 2028

Finanzminister Lindner prognostiziert beträchtliche Haushaltslücke für 2028

Finanzminister Christian Lindner sieht gewaltige Herausforderungen auf die Bundesregierung zukommen, wenn es um künftige Haushaltsverhandlungen geht. Der Vorsitzende der FDP betonte in Berlin, dass vor allem der Etat des Jahres 2028 von einer beträchtlichen Lücke von rund 39 Milliarden Euro geprägt sein wird. Grund dafür sei unter anderem, dass Deutschland das Zwei-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben dann ohne das bisherige Sondervermögen für die Bundeswehr erreichen müsse. Auch die steigenden Sozialausgaben tragen zur Budgetlücke bei.

Lindner unterstrich, dass die Lösung dieses Problems einer politischen Richtungsentscheidung bedürfe. Die zentrale Frage sei, ob man das Defizit durch höhere Steuern und mehr Schulden oder durch Wirtschaftswachstum und Strukturreformen schließen wolle. Das Finanzministerium sehe bei den Steuern und der Verschuldung bereits klare Grenzen erreicht. Diese Ansicht werde jedoch nicht von allen Parteien geteilt.

Der Finanzminister äußerte sich zudem zu seiner eigenen Zukunft und betonte seine Bereitschaft, weiterhin an der Gestaltung der Finanzpolitik mitzuwirken. "Ich hab enorm Lust", sagte Lindner und zeigte sich hoch motiviert, auch nach der nächsten Bundestagswahl das Amt des Finanzministers zu bekleiden.