Tausende Menschen fanden sich in Doha ein, um an der Trauerfeier für Ismail Hanija teilzunehmen, dessen Tod große internationale Beachtung findet. Die Zeremonie zur Bestattung des Hamas-Auslandschefs begann in der Imam-Abdul-Wahhab-Moschee, der Staatsmoschee von Katar.
Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau begleiteten die Trauerfeier, die in der Hauptstadt des Golfemirats stattfand. Im weiteren Verlauf der Zeremonie wurde Hanijas Leichnam am Friedhof in Lusail beigesetzt. Hamas-Anhänger skandierten währenddessen Parolen der Unterstützung.
Die eigentliche Bestattung fand im kleinen Kreis der Familie statt, begleitet von dem ranghohen Hamas-Funktionär Chalil al-Haja. Dieser sprach Worte der Zuversicht an die Hinterbliebenen: "Sein Blut wird Sieg und Befreiung bringen."
Auch über Katar hinaus fand Hanijas Tod Beachtung: In Moscheen des Westjordanlands, Ost-Jerusalems sowie der Türkei und des Libanon wurden Gebete und Symbolfeiern abgehalten.
Hanija, der seit Jahren im Exil in Katar lebte, wurde während eines Aufenthalts zur Amtseinführung des neuen iranischen Präsidenten Massud Peseschkian in Teheran getötet. Der Anschlag wird von Iran und Hamas Israel zugeschrieben, welches bislang eine Stellungnahme verweigert. In Teheran wurden bereits staatlich organisierte Trauerzeremonien für den langjährigen Hamas-Funktionär abgehalten.
Hanija war eine zentrale Figur im Gazastreifen-Konflikt und spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen für eine Waffenruhe und den Austausch von Geiseln.