China und die Philippinen haben sich erneut gegenseitig beschuldigt, absichtlich die Küstenwachboote des jeweils anderen nahe eines umstrittenen Atolls im Südchinesischen Meer gerammt zu haben. Der Zusammenstoß bei Sabina Shoal am Samstag stellt den Höhepunkt mehrerer Auseinandersetzungen in den letzten zwei Wochen dar und ereignete sich kurz nach Gesprächen zwischen dem Nationalen Sicherheitsberater der Biden-Administration, Jake Sullivan, und hochrangigen chinesischen Führungskräften in Peking. In diesen Gesprächen wurde auch das amerikanische Verteidigungsabkommen mit den Philippinen thematisiert. Das US-Außenministerium betonte am Wochenende seine Unterstützung für den 'Verbündeten' und verurteilte China für das absichtliche Rammen eines philippinischen Küstenwachbootes. Laut eines Sprechers des Ministeriums, Matthew Miller, sei dies die jüngste in einer Reihe gefährlicher und eskalierender Handlungen der Volksrepublik China. Die illegalen Ansprüche Chinas auf 'territoriale Souveränität' über Meeresgebiete ohne Landmasse und deren zunehmend aggressive Maßnahmen zur Durchsetzung dieser Ansprüche gefährden die Freiheiten der Navigation und des Überflugs aller Nationen. Miller bekräftigte zudem den gegenseitigen Verteidigungsvertrag von 1951 zwischen den USA und den Philippinen, welcher die USA verpflichtet, den Philippinen im Falle eines bewaffneten Angriffs beizustehen. Das Sabina Shoal, von China als Xianbin Jiao und von den Philippinen als Escoda Shoal bezeichnet, ist der jüngste Brennpunkt im anhaltenden Streit zwischen Peking und Manila um Territorien im Südchinesischen Meer. Bereits im Juni verlor ein philippinischer Seemann seinen Daumen bei einem Zusammenstoß mit einem chinesischen Küstenwachschiff am nahegelegenen Second Thomas Shoal, wo Peking versucht, die Versorgung eines philippinischen Militärpostens zu verhindern.
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Eskalation im Südchinesischen Meer: Zwischenfall bei Sabina Shoal