04. Juli, 2026

Politik

Eignerfragen um US Steel: Harris stellt sich entschieden hinter Biden

Eignerfragen um US Steel: Harris stellt sich entschieden hinter Biden

Inmitten des politischen Sturms um die geplante Übernahme von US Steel durch Nippon Steel haben Vizepräsidentin Kamala Harris und Präsident Joe Biden ein klares Bekenntnis zur amerikanischen Stahlindustrie abgegeben. Bei einer Veranstaltung in Pittsburgh betonte Harris die Bedeutung von US Steel für die USA und stimmte damit voll und ganz mit Bidens Haltung überein.

"US Steel ist ein historisches amerikanisches Unternehmen, und es ist von entscheidender Bedeutung für unser Land, starke amerikanische Stahlunternehmen zu erhalten", erklärte Harris in ihrer Rede während der Feierlichkeiten zum Labor Day. Biden hatte zuvor ebenfalls bekräftigt, dass US Steel in amerikanischem Besitz bleiben solle, obwohl sein Versprechen bislang nicht über eine vollständige Blockade des Deals hinausgeht.

Der Deal im Wert von 14,1 Milliarden Dollar stößt insbesondere in Pennsylvania, einem zentralen Schauplatz der bevorstehenden Wahlen, auf Widerstand. Auch die beiden Senatoren des Staates und Senator JD Vance aus Ohio haben sich gegen den Verkauf ausgesprochen. Unklar ist jedoch, ob eine Entscheidung über die Übernahme noch während Bidens Amtszeit getroffen wird oder möglicherweise erst unter der Verantwortung seines Nachfolgers.

Nippon Steel versuchte, die Bedenken zu zerstreuen, indem sie letzte Woche zusätzliche Investitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar in die gewerkschaftlich organisierten Werke von US Steel ankündigten. Dennoch äußerten die United Steelworkers (USW) Bedenken bezüglich der langfristigen Perspektiven für die Arbeiter nach Ablauf des aktuellen Tarifvertrags im Jahr 2026.

US Steel und Nippon Steel unterstrichen ihr Engagement für die Transaktion. David Burritt, CEO von US Steel, betonte in einer Stellungnahme, dass Nippons Investitionsversprechen ein Beweis für das unerschütterliche Engagement für US Steel und dessen Stakeholder sei. Die Aktien von US Steel zeigten sich volatil, nachdem die Übernahmepläne und die politischen Reaktionen publik wurden.

In Anbetracht der verbleibenden Unsicherheiten bleibt die Zukunft des Deals ungewiss, da der Übernahmeprozess noch einer Überprüfung durch das Committee on Foreign Investment in the United States unterliegt. Die endgültige Entscheidung könnte somit maßgeblich von weiteren politischen Entwicklungen abhängen.