06. Juli, 2026

Politik

Drohnenangriffe und Raketenbeschuss: Ukraine und Russland im Schlagabtausch

Drohnenangriffe und Raketenbeschuss: Ukraine und Russland im Schlagabtausch

Ein Drohnenangriff der Ukraine hat laut Medienberichten ein Munitionsdepot in der Region Woronesch in Russland getroffen. Ziel war ein Lager in der Nähe der Kleinstadt Ostrogoschsk, rund 100 Kilometer südlich von Woronesch, wie das unabhängige Internetportal Astra meldete. Offiziell wurde zwar nicht bestätigt, dass es sich um ein Munitionsdepot handelte, doch Gouverneur Alexander Gussew verhängte in drei Ortschaften den Notstand, um die 'Liquidierung der Folgen eines Brands und der Detonation explosiver Objekte' zu koordinieren.

Durch die Explosionen wurden zwei Frauen verletzt, eine davon musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, berichtete Gussew auf Telegram. Rund 200 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Weitere zwei Verletzte durch Drohnenangriffe gab es in der benachbarten Region Belgorod, wie offizielle Quellen mitteilten.

Das russische Verteidigungsministerium hingegen meldete primär den Abschuss von insgesamt sieben Drohnen: fünf über der Region Woronesch, eine über Belgorod und eine weitere über Brjansk. Konkrete Angaben zu Schäden blieben aus.

Zeitgleich meldete das ukrainische Militär einen massiven russischen Raketenangriff auf die Schlangeninsel im Schwarzen Meer. Vier Marschflugkörper des Typs X-22 seien dort eingeschlagen. Zusätzlich wurden Gleitbomben über dem Gebiet Cherson abgeworfen. Über potenzielle Schäden gibt es bisher keine Informationen.

Die Schlangeninsel, strategisch bedeutsam für die Kontrolle des westlichen Schwarzmeerraums, war in den ersten Kriegstagen von Russland erobert, später jedoch wieder geräumt worden.