04. Juli, 2026

Politik

CDU intensiviert Kanzlerkandidatur-Debatte: Unterstützung für Merz wächst

CDU intensiviert Kanzlerkandidatur-Debatte: Unterstützung für Merz wächst

Nach den kürzlich abgehaltenen Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen rückt innerhalb der Union erneut die Diskussion über die Kanzlerkandidatur für die nächste Bundestagswahl in den Vordergrund. Günther Oettinger, der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Ex-EU-Kommissar, sprach sich für CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz aus und betonte die Dringlichkeit einer baldigen Entscheidung. Er erklärte gegenüber dem 'Tagesspiegel', dass eine Nominierung spätestens direkt nach der bevorstehenden Wahl in Brandenburg erfolgen müsse, die in drei Wochen stattfindet. Oettinger sieht eine breite Unterstützung innerhalb der CDU für Merz' Kandidatur.

Thorsten Frei, der Parlamentsgeschäftsführer der Union im Bundestag, lobte Merz für dessen klare Positionierung nach dem Anschlag von Solingen. Frei hob hervor, dass sich die CDU unter Merz' Führung auch in schwierigen Zeiten behaupten konnte. Die Ergebnisse der Landtagswahlen bestätigten für ihn, dass die Partei mit Merz auf dem richtigen Kurs sei.

Die Parteivorsitzenden der CDU und CSU, Friedrich Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, hatten vereinbart, die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur erst nach den Landtagswahlen zu treffen. Söder betonte, dass er nach den internen Streitigkeiten vor der Bundestagswahl 2021 keine erneute Kandidatur anstrebt, schloss jedoch eine Kandidatur nicht aus, falls die CDU ihn bitten sollte.

Horst Seehofer, Söders Vorgänger als Ministerpräsident und ehemaliger Bundesinnenminister, lobte Merz ebenfalls. Seehofer betonte, dass Merz mit seinen politischen Vorstößen für eine andere Migrationspolitik nach dem Anschlag von Solingen wichtige Veränderungen angestoßen habe. Seehofer erklärte dies gegenüber dem Portal 'Table.Briefings' und sprach damit indirekt auch die Erfolge seines Nachfolgers Söder an.