Der interne Widerstand innerhalb der CDU gegen eine mögliche Koalition mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen nimmt zu. Frank Sarfeld, ein prominenter Christdemokrat aus Nordrhein-Westfalen, betonte im Gespräch mit dem "Tagesspiegel": "Sahra Wagenknecht steht im Gegensatz zu allem, wofür die Unionsparteien seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland einstehen: eine klare Westbindung, ein vereintes Europa und die Mitgliedschaft in der NATO als größtem Friedensprojekt der Geschichte." Sarfeld, der für eine Gruppe von rund 40 CDU-Mitgliedern spricht, fordert eine klare Abgrenzung vom BSW auf dem nächsten Bundesparteitag. "Wie die AfD wendet sich auch das BSW autoritären Systemen zu. Mit solchen Gruppierungen darf es keine Zusammenarbeit geben," fügte er hinzu. Bislang sieht der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU nur eine Zusammenarbeit mit der AfD oder den Linken vor. Der Thüringer CDU-Vorstand hat jedoch nach dem komplexen Wahlergebnis erste Gespräche mit dem BSW aufgenommen. Dennis Radtke, Europaabgeordneter und Mitglied der kritischen Gruppe, warnte: "Jeder weiß, wofür das BSW steht - gegen fundamentale christdemokratische Überzeugungen wie die Westbindung, die liberale Demokratie und die europäische Einigung. AfD und BSW haben das Ziel, die CDU als letzte Bastion der politischen Mitte zu zerstören." Roderich Kiesewetter, ein weiterer prominenter Abgeordneter, äußerte sich ähnlich besorgt: "Das BSW will die demokratische Mitte und die Union als Volkspartei aushöhlen und unsere Grundwerte unterminieren. Eine Zusammenarbeit sollte daher ausgeschlossen sein." Laut Kiesewetter agiere das BSW "als verlängerter Arm des Kreml," und eine Aufnahme in den Unvereinbarkeitsbeschluss sei folglich unabwendbar.
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CDU-Abgeordnete kritisieren mögliche Koalition mit Bündnis Sahra Wagenknecht